High School für 14 bis 18-Jährige
Selbst Gastfamilie werden – Host & Go-Rabatt kassieren!

Erfahrungsberichte

Ehemalige STS Austauschschüler kommentieren und berichten von ihrem High School-Jahr. So erhältst du vorab einen kleinen Einblick, wie sie ihre Zeit im Ausland, ihre Zeit mit STS, beurteilen.

Ziegen-Shows, Zeltlager-Gefühle und neue Großfamilie

Hey,

Ich heiße Merle und war 2016/2017 mit STS in Neuseeland. Es war das schönste, spannendste und aufregendste Jahr in meinem bisherigen Leben.

Ich habe in MATAMATA in der Nähe von Hamilton auf einer kleinen Farm gelebt. Wir hatten Schafe, Ziegen, Kühe und einen Kater. Die Farm wurde im Nebenerwerb betrieben.

Ich habe freiwillig und mit großer Freude meinem Gastvater mit Rat und Tat auf der Farm geholfen. Das hat mein Auslandsjahr in meinen Augen perfekt gemacht.

Mein Gastbruder (3 Jahre jünger) war auch farmbegeistert und hatte ein Zicklein, das er für Shows trainiert hat. Das war eine ganz neue Erfahrung, die mich so begeistert hat, dass auch ich mit meinem Zicklein „Pearl“ ein wenig geübt habe. Ich bin auch als Begleitung auf Shows mitgefahren, habe aber nie selbst mit meiner Ziege teilgenommen.

Meine Gastschwester (1,5 Jahre jünger) hat ihr Zimmer mit mir geteilt. Es war klein, aber wir haben uns gut arrangiert.

Abends hatten wir immer noch viel Spaß und lange Gespräche... Eigentlich war es fast wie ein Jahr Zeltlager J.

Doch anders als im Zeltlager ist das Zusammenwachsen als Familie. Ich habe jetzt nicht nur Mutter, Vater und eine Schwester, sondern auch Mum, Dad, Naomi und Steve. Sie sind Teil von mir und ich von ihnen. Meine deutsche Familie hat meine Austauschfamilie 2018 kennengelernt, als diese mich zu meinem 18. Geburtstag besucht hat. So konnte ich meine zwei Familien einander vorstellen und die Gastfreundschaft zurückgeben, die ich in Neuseeland erfahren habe, als ich Teil ihrer Familie sein durfte.

Selbst `meine zwei Familien` sind ein Stück zusammengewachsen zu einer Großfamilie. Meine Mütter und Väter verstehen sich super gut und haben auch immer mal wieder Kontakt und freuen sich auf das nächste Wiedersehen.

Alles in allem habe ich so viel erlebt, dass sich das nicht kurz zusammenfassen lässt.

Die wichtigsten Eckpunkte waren:

  • Wir wurden vor Ort von Area Koordinator betreut. Für mich war eine Area Koordinatorin in Tauranga zuständig. Sie hat uns einmal im Monat kontaktiert. Wir wurden angerufen, besucht und zweimal haben wir einen Wochenendausflug mit ihr unternommen. Einer der beiden Ausflüge ging nach `Ohope Beach´ wo sie ein Ferienhaus hatte und uns Surfen beigebracht hat. Das andere Wochenende haben wir ein Festival mit ihr besucht. Zu ihr konnten wir immer Kontakt aufnehmen, wenn wir Probleme oder einfach nur eine Frage hatten. Das hat mir viel Sicherheit gegeben.
  • Meine Schule war das Matamata College. Es war für mich sehr groß und unübersichtlich. Jedoch haben mir zwei sehr nette und offene Schülerinnen alles gezeigt und erklärt. Durch die beiden habe ich auch schnell Anschluss gefunden. Die Uniform konnte ich mir Second Hand vor Ort kaufen.
  • Meine Gastfamilie war genau die Familie, die perfekt zu mir gepasst hat. Zum Glück habe ich auch keins der `Worst Case-Szenarien` erlebt, auf die wir von STS vorbereitet wurden. Ich habe aber auch immer versucht, mich als Teil der Gemeinschaft zu sehen und mich demensprechend zu verhalten.
  • Ich persönlich denke, wenn man offen eine Reise antritt, kann es sich nur als das Beste entpuppen.
  • Auch eine Südinsel-Tour kann ich jedem ans Herz legen, um das Land und die Kultur besser kennen zu lernen. Außerdem ist das eine tolle Möglichkeit, sich mit anderen Exchange-Students austauschen zu können.
  • Das Schlimmste an meinem Austausch war der Abschied am Ende des Jahres. Obwohl ich wusste, dass sie mich 1,5 Jahre später besuchen würden, fiel es mir so unendlich schwer, wieder nach Hause zu fliegen.

Merle, Austauschschülerin in Neuseeland

Ich wurde zielstrebiger!

Ich habe kaum etwas wie ein Kulturschock erlebt. Natürlich gibt es Dinge die kulturell unterschiedlich sind und man vermisst die Heimat, aber generell war der Lebensstil doch sehr ähnlich und ich habe mich gut angepasst. Ich würde jedem empfehlen die tollen Reisen wie z.B. Coast to Coast zu machen, die im Laufe des Jahres angeboten werden.

Annika, Austauschschülerin in den USA

Ich gehe offener auf Menschen zu!

Das beste an meinem Aufenthalt war die Gastfamilie. Das schwierigste war Freundschaften zu schließen und meine Schüchternheit abzulegen. Italien ist ein wunderschönes Land mit Ecken und Kanten. Es war nicht immer leicht, aber mit etwas Lockerheit kann man Spaß haben.

Clara, Austauschschülerin in Italien

Ich bin selbstständiger geworden!

Ich bin durch das Jahr mehr ich selbst geworden und auf jeden Fall selbständiger. Der Anfang war etwas schwer, da ich nicht ganz warm geworden bin mit meiner Gastfamilie. Daher empfehle ich: reden, reden und nochmal reden. Es findet sich immer eine Lösung. Die Reisen waren einfach toll und auch die Freundschaften, die ich geschlossen habe.

Katharina, Austauschschülerin in den USA

Nutze jede Möglichkeit!

Am Anfang war es schon schwer, aber ich habe weitergemacht und das hat sich gelohnt. Ich bin viel offener geworden und habe weniger Angst vor neuen und ungewohnten Situationen. Australien ist vielseitig und es gibt einfach so viele unterschiedliche Dinge und Orte zu sehen. Das Austauschjahr war einfach das Beste!

Susanne, Austauschschülerin in Australien

Tolle Erfahrung!

Ich würde alles wieder genauso machen, es war einfach eine tolle Erfahrung. Die Menschen waren offen und freundlich. Ich habe dort auch Wasserball gespielt, was mich richtig motiviert hat. Besonders gefallen hat mir, dass der Sport eine große Rolle in der Schule spielt.

Konstantin, Austauschschüler in den USA

Man sollte über alles reden und vertrauen!

Die beste Empfehlung ist sich in einer Sportmannschaft oder sonstige Aktivitäten zu integrieren. Man findet sofort Anschluß und findet Freunde fürs Leben. Die USA ist für mich eine zweite Heimat geworden.

Julian, Austauschschüler in den USA

Sei einfach offen!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nicht zu hohe Erwartungen haben sollte, sondern offen sein soll. Diese Einstellung entspannt und man kann alles mehr genießen. Die Kultur war komplett anders, aber genau das wollte ich auch. Man muss sich ja auf die neue Kultur einlassen. Ich habe neue Sachen ausprobiert, z.B. habe ich angefangen Basketball zu spielen. Man lernt so viel, insbesondere viel über den Staat in dem man lebt, bei mir war es Texas. Meine Gastfamilie war sehr offen und hilfsbereit und ist am Ende zu meiner zweiten Familie geworden.

Lisa, Austauschschülerin in den USA

Das Welcome Camp hat sich gelohnt!

Ich hätte ohne das Welcome Camp das wunderschöne Auckland nicht kennengelernt. Ich bin durch die neuseeländische Mentalität viel lockerer geworden und habe keine Angst mehr vor Hunden. Meine Gastfamilien hatte drei Hunde :-)

Antje, Austausschülerin in Neuseeland

Alles einmal ausprobieren!

Das Schönste in dem Jahr waren all die lieben und netten Menschen, die ich kennengelernt habe. Vor allem meine Gastfamilie, das waren die super süßesten und nettesten Menschen auf der Welt.

Levke, Austauschschülerin in den USA

Das Beste war neue Menschen in dem Land kennenzulernen!

Am besten hat mir gefallen meine Zeit mit neuen Menschen in einem ganz anderen Land zu verbringen. Ich hatte eine Doppeltplatzierung, dies hat aber nicht so gut für mich funktioniert. Ich habe die Spiele der Sportmannschaften besucht, um den ganzen "School Spirit" zu erleben und fand es super.

Sarah, Austauschschülerin in den USA

It's not good, it's not bad, it's just different!

Die Amerikaner sind sehr nett und hilfsbereit. Meine Gastfamilie ist sehr nett und ich habe mich immer willkommen gefühlt. Es hat sich gelohnt!

Henrik, Austauschschüler in den USA

Ich bin offener geworden!

Am besten hat mir die Herzlichkeit der Spanier gefallen. Die Jugendlichen in Spanien sind alle sehr unternehmenslustig. Als Austauschschüler habe ich mich sehr gut eingelebt und habe mich nicht wie ein Besucher gefühlt. Meine Gastfamilie hat mich direkt in die Familie aufgenommen und mir bei Allem geholfen.

Bjarne, Austauschschüler in Spanien

Sei offen für Neues!

Die größte Herausforderung war, drei Mal in der Woche in die Kirche zu gehen. Die Menschen waren sehr freundlich und fürsorglich. Meine Gastfamilie hat sich gut um mich gekümmert und mir geholfen zurecht zu kommen.

Michelle, Austauschschülerin in den USA

Ich wurde reifer und erwachsen!

Die Menschen in meinem Gastland sind alle sehr herzlich. Manche hatten zwar viele Vorurteile aber ich konnte ihnen sehr schnell zeigen, dass die meisten nicht wahr sind. Ich habe sehr schnell Freunde gefunden und die USA wurde meine zweite Heimat. Danke für alles!

Madeleine, Austauschschülerin in den USA

Animes haben mir geholfen!

Meine Familie war super nett und sie hat mich wie ein Familienmitglied aufgenommen. Als Austauschschüler konnte ich viel lernen und entdecken.

Eva, Austauschschülerin in Japan

My journey with STS!

Hello future exchange students, I´m Carlos, 18 years old and I was in America for 10 Months in 2016/17. I’m now back for 10 months and I still have almost daily contact with my host family. I´m going to visit them in this summer and we already planned many things we want to do, really exciting to see them again. I was in beautiful California and miss all the beautiful landscapes and the nice and open-minded people there. Also, to experience the new culture and places with friends and host family. It was just an overall wonderful journey and most likely be remembered as the best year of my life.

The first couple school days where rough because you don´t know anybody and you may struggle with the language. Furthermore, after everyone asked you where you from and other questions like that, is the first hype around your person over. The most important thing, in my eyes, is to get over yourself and go up to people and have a small talk or meet up for lunch. Another thing which helps a lot is to join a sports team or a club in school, because through that you get to know people who have the same hobbies as you do. So, there kind of already is a connection. Soccer is what helped me to find my best friend.

The school was pretty good to handle. I had a block schedule, that means I had four period days. We called it blue and gold day where we had 4 classes each. The Gold and Blue days switch every day. After the school day went to the school sport and I tried everything that was possible. Moreover, I practiced with the Basketball-, football-, volleyball- and Baseball team but at the end I sticked with soccer. That was a good decision we won the league title for the first time in school history and we made it to semi-finals in Cif. I got honors like Mvp but mainly had a great time and I met good friends. So that was awesome.

Outside of school I often meet up with my best friend, our favorite places where the beach or Disneyland. We always had a good time together, for that to have you must be open minded, and always say yes. I even went out with my friends when I didn´t really wanted to do anything or when I thought I don’t want to do that. A great example for that is they asked me if I want to go to a church camp with them. At the first moment I thought no way I´m going to do this but then I remembered that I did this exchange year not only to learn the language but also to experience something new and do stuff I would normally not do. So, I went with them and we had an absolute blast. The camp was up in the mountain and besides the worship we had a lot of free time. During that time, we would hike up the mountains, play football or other games against the other churches and tell stories at the camp fire. What I want to say with that is Step out of your comfort zone and you will have incredible experiences.

Besides all those experiences I did the coast to coast tour with STS, which brought my journey to a perfect end. During the coast to coast tour you visit fifteen states and what you see is just beautiful like the Grand Canyon or the white house in Washington DC. Moreover, we also did a lot of fun things like rafting or swimming at really cool spots.

The exchange year was just an amazing experience where you can take a lot of from besides the language, you will grow as a person and you find a second home. So just do it.

That was mine experience have your own! Have fun at your journey.

Carlos, Austauschschüler in den USA

Das Jahr, welches Alles veränderte!

Hey, Zukunftsaustauschüler! Ihr denkt wahrscheinlich gerade darüber nach oder habt euch schon dazu entschieden ein Auslandsjahr mit STS zu machen und steht vielleicht kurz vor der Reise. Als ich damals kurz vor dieser Erfahrung stand hatte ich viele Ängste und Zweifel, habe mir Gedanken gemacht und mich gewundert, ob ich diese Veränderung wohl wirklich brauchte, weil mein Leben ja schon schön war. Aber jetzt weiß ich, dass All diese Zweifel total unbegründet waren, denn mein Jahr in Großbritannien war die beste Entscheidung meines Lebens.

Das Jahr begann schon gleich mit einer aufregenden 4-tägigen Reise nach London, in welcher ich andere STS-Schüler kennengelernt habe, mit denen ich teils immer noch Kontakt habe und sie in ihrer Heimat besuchen möchte. London war der perfekte Start in mein Auslandsjahr, denn ich habe viel über mein Gastland gelernt. In meiner Gastfamilie habe ich mich willkommen gefühlt und als nach einer Woche meine Gastschwester aus Italien dazu kam auch nicht mehr so einsam. Der erste Monat war noch etwas schwierig, da ich mich an Brighton, meinen neuen Heimatort, an die Sprache und die Schule gewöhnen musste, aber als ich dann am 3.Oktober 2016 das erste mal einen richtigen Ausflug mit meinen Freunden gemacht habe, merkte ich, wie viel Glück ich habe, diese Erfahrungen machen zu dürfen und dass ich die Möglichkeit habe jetzt mit Personen aus England und auch anderen Ländern England zu erkunden.

Einige Monate später als sich sich die Ausflüge verdoppelt, meine Ausgaben für Essen verdreifacht (weil es so unglaublich gut schmeckt) und meine Lebensfreude vervierfacht haben stand dann auch schon fast das Ende des Jahres vor der Tür. Die Zeit ging viel zu schnell rum, die Menschen mit denen ich mich umgeben hatte waren mir viel zu wichtig geworden, als dass ich sie verlassen wollte und die Erfahrungen, die ich gemacht hatte, machen immer noch einen sehr großen Teil von mir aus. Als ich mich von meinem zweiten Leben in England verabschieden musste, war mir klar geworden, dass das Schlimmste an einem Auslandsjahr die Rückkehr in die Heimat ist und dass die Zweifel, die man am Anfang hat sehr schnell verschwinden, wenn man gemerkt hat, dass das Auslandsjahr eine wunderbare Möglichkeit ist andere Menschen, Kulturen und sich selbst besser kennen zu lernen. Nach diesem Jahr habe ich nicht nur viele Orte besucht, viele Menschen in mein Herz geschlossen, viel erlebt, gegessen und gesehen, sondern auch viel über mich und das Leben gelernt, was mir für immer hilfreich sein wird und was mir niemand nehmen kann. Deswegen empfehle ich jedem ein Auslandsjahr mit STS zu machen, denn diese Erfahrung wird euer Leben verändern und das auf jeden Fall im positiven Sinne! :)

Lina, Austauschschülerin in Großbritannien

Mein Jahr in Indiana!

Hallo Ihr Lieben,
jetzt sind schon wieder ein paar Wochen rum. Ich bin jetzt schon über vier Monate in Amerika und das hat mir schon mehr Stress bereitet, als in den letzten vier Jahren ;-) Nein, mal im Ernst, nach einem langen Prozess (über einen Monat) konnte ich jetzt endlich meine Familie wechseln. Davon hab ich in der letzten Email nichts geschrieben, weil ich euch nicht beunruhigen wollte. Naja, manchmal hat man einfach unterschiedliche Vorstellungen was eine (Gast-) Familie sein bedeutet. Am Anfang war es wirklich nur der Hund und ich hab mich bemüht, mich gut zu integrieren, hab die Einkäufe getragen, mal einfach so die Geschirrspülmaschine ausgeräumt, versucht, viel mit Ihnen zu reden. Ja, ich hab sogar freiwillig aufgeräumt, auch wenn mir Mama das nicht glauben wird… Aber manchmal fehlte einfach das Zwischenmenschliche. Wir haben zum Beispiel nie zusammen gegessen, ich musste mein eigenes Essen machen, sie haben ihr eigenes Essen gemacht. So kam es dann irgendwann, dass ich jeden Abend alleine am Tisch saß, während sie auf dem Sofa waren. Oder nach einer Zeit durfte ich nicht mal mehr meine Jacke ausziehen, bevor ich die Küche machen sollte. Oder mit mir wurde nicht mehr geredet, nur wenn ich die Küche machen sollte, kam ein "Dishes" und nicht sowas wie "Couldn't you please do the dishes?". Und das ist einfach nicht das, was ich mir unter einer "Familie" vorstelle. Zwischenzeitlich hat dann auch noch mein Local Coordinator gekündigt und mein Regional Coordinator hat mir nicht mehr geantwortet, so dass ich alleine da stand. Aber gut, ändern kann ich es nicht mehr. Es kam dann Hilfe über STS Deutschland und ich konnte endlich zu Alison, meiner besten Freundin hier, wechseln. Es ist echt lieb, dass sie mich aufgenommen hat, weil sie selbst nicht viel Platz hat und auch viel arbeiten muss. Ihr Vater arbeitet in zwei Jobs und ich sehe ihn alle drei Tage. Also bin ich nach der Schule meist allein, wo ich dann auch meistens schlafe, weil ich hier wenig Sport mache (Faulheit) und dementsprechend müde bin. Ich muss aber auch von Alison wieder wegziehen, da ihr Vater in der Wohnung raucht und das mit meinem Asthma nicht gut geht. Ich werde nun also ab dem 18. Dezember bei meinem Local Coordinator Lisa und ihrer Familie leben, die in Michigan wohnt. Sie hat zwei kleine Kinder, 1 1/2 und 3, und eine eigene kleine Pizzeria. Sie leben in Cassapolis im Bundesstaat Michigan zwischen zwei Seen. Am 18. Dezember fliege ich dann nach Orlando, weil wir erstmal Ferien machen (inklusive Disneyland) und dann feiern wir Weihnachten bei ihren Eltern, die bei Chicago wohnen. Ich bin sehr aufgeregt, aber auch ziemlich traurig, weil ich die Schule wechseln muss und die Schule auf der ich jetzt bin, die beste Schule ist, die ich je gesehen hab. Da kann sich Deutschland mal ein Beispiel nehmen ;-) Alle Lehrer hier sind sehr motiviert, helfen dir immer bei Fragen und scheuen auch nicht davor zurück, mal länger da zu bleiben, um etwas zu erklären. Auch sind sie meist gut drauf und haben wie es scheint Spaß bei der Arbeit. Außerdem ist die Schule viel weiter was Technologie und Fortschritt angeht, jeder Klassenraum hat einen Fernseher, auf dem die Schulnachrichten laufen und mal abgesehen von Mathe nutzt man die Tafel nicht mehr, sondern nur noch den Laptop oder das Handy. Auch wissen die Lehrer da tatsächlich, wie man das Ganze dann auch bedient. Wenn ich mich mal an die ein oder andere Englischstunde auf dem Katharineum erinnere, bin ich dann doch auch sehr froh, dass sie hier wissen, wie es funktioniert. Was allerdings nicht so toll ist: dass es hier mündliche Mitarbeit gar nicht gibt. Es ist quasi wie im Studium, du hörst zu, musst einen Berg an Zetteln ausfüllen, jede Woche einen Test schreiben und das ist der Unterricht dann. Ist für mich natürlich ein bisschen schade, da ich ja durchaus gerne mal rede oder auch diskutiere, was hier ein Absolutes ‚no go‘ ist, da a) 70 Prozent der Menschen tatsächlich Republikaner sind und b) selbst unter den jungen Leuten viele Rassisten sind, aber auch daran gewöhnt man sich. Naja und dann hab ich hier natürlich auch noch meine Freunde, die ich sehr vermissen werde. Und meine neue Schule wird viel kleiner sein und hat nicht so coole Schulfächer, was echt schade ist. Dafür plant Alison (Gastschwester und Freundin), in Deutschland zu studieren! Was ja total verständlich ist, denn allein ein Semester an der New York University kostet an Studiengebühren 30.000 Dollar plus Lebenshaltungskosten... Da kommt Einiges zusammen! Und wenn ich dann auch noch nach Australien gehe nach der Schule,oder Indien, oder in ein Entwicklungsland, dann sind meine Eltern endgültig finanziell ruiniert und leben auf der Straße...Auch ein besonderes Ding ist, dass es hier erst schulfrei gibt, wenn mindestens 30 cm Schnee fallen oder -25 ° C sind. Und das ist kein Witz! Heute Morgen waren es -18° C. Und ich bin nur in Nordamerika und nicht in Alaska. Am Montag hatten wir so einen Schneetag und da ist mir wieder mal aufgefallen, was für eine tolle Infrastruktur Deutschland doch hat. Wir haben Bürgersteige an jeder Straße! Jeder! Und die meisten werden auch noch gefegt, zumindest an den Hauptstraßen. Hier nicht. Hier muss ich morgens durch 30 cm Schnee waaten, um zu der Bushaltestelle zu kommen. Und wenn darunter Eis liegt, hat man halt Pech. Das ist schon wieder so ein Amerika Ding: ohne Auto ist man echt aufgeschmissen. Ich hätte echt nie gedacht, dass Amerika mich mal nach ner Zeit aufregen würde. Aber solche Dinge wie dass es keine Bürgersteige gibt, gehen ja noch, aber dass du echt so viel laufen musst ohne Auto, ist nicht so cool. Oder diese Ignoranz hier. Auch Rassismus ist ein großes Thema. Während in Deutschland junge Menschen ja eher in Richtung Anarchie und Freiheit tendieren, ist es hier genau andersrum. Viele junge Rassisten. Das ist vor allem für mich ziemlich schwierig, wenn wir dann über Politik reden und die an ihrer Meinung festhalten, dass alle Mexikaner die Drogen nach Amerika gebracht haben und deshalb halb Amerika jetzt kaputt ist und dass es absolut widerlich ist, wenn sie zwei Schwule küssen. Oder solche Sachen, dass mir Erwachsene erklären wollen, dass Katzen, wenn sie raus gehen aus dem Haus, ja nicht mehr nach Hause finden und man sie deshalb drinnen lässt und ihre Krallen rauszieht. Es ist halt nicht jeder Staat wie Kalifornien. Und das mein ich jetzt nicht weil man da super surfen kann und ich da unbedingt hinwollte sondern einfach weil der Bundesstaat von meiner Sicht auf die Dinge am meisten mir und meinen Überzeugungen entspricht. Aber weg von Politik. Letzte Woche war ich in Chicago bei einem NFL Spiel (für die Unwissenden: American Football). Das war einfach nur unglaublich. Da ihr ja wahrscheinlich wisst, dass ich Football liebe, hab ich mich umso mehr gefreut. Es war leider nicht mein Lieblingsteam, aber es zählt ja allgemein. Ich bin immer noch so froh, dass ich einfach hier jeden Sonntagnachmittag und Montagabend und Donnerstagnacht Football gucken kann, plus samstags die College – Spiele, während man in Deutschland ja nur zwei Spiele Sonntagnacht hat und College - Spiele gar nicht übertragen werden. Vor dem Spiel haben wir ‚getailgated‘, das heißt gegrillt und die Erwachsenen haben viel getrunken. Ich glaube, das ist der Hauptgrund, warum Erwachsene zum Football gehen, jedenfalls habe ich nicht einen nüchternen Erwachsenen gesehen. Aber das ist wahrscheinlich das gleiche, als wenn man zur Fußball Bundesliga in Deutschland geht. Dort habe ich auch zum ersten Mal einen Cheeseburger gegessen und ich kann nur sagen: was war ich denn doof, den nie gegessen zu haben. Sehr, sehr gut! Außerdem war es eisig kalt. Also bestimmt -15° C mit Wind. Der Wind hier ist das Schlimmste. Und dann hat es auch noch geschneit! Es war sehr nass und umso kälter. Dort hab ich auch einen Jungen getroffen, der aus Deutschland kam. Er hat mir erzählt, dass mein ehemaliger Local Cordinator der Organisation ihm auch so Stress gemacht hat und dass seine erste Gastfamilie ihn einfach eine Woche alleine zuhause gelassen hat, ohne was zu sagen und dann ist er in eine zweite Familie gekommen, die in einem Wohnwagenpark gelebt hat. Da mochte ihn die Mutter nicht und hat ihn kurzerhand einfach raus geschmissen. Also bin ich bisher nicht die einzige, die schlechte Erfahrungen mit einer Gastfamilie hatte. Allerdings muss ich sagen, dass ich hier gelernt habe, meine Sachen wertzuschätzen. Meine beste Freundin Alison hat mir erzählt, dass sie zu ihrer Tante gezogen ist, weil sie mit ihrer Mutter in einem Auto gelebt hat und ihr Vater das dann mitbekommen hat. Und auch wenn wir vielleicht nicht viel hatten, als ich ein Kind war, hatte ich es doch immerhin gut. Und jetzt haben wir umso mehr. Dass ich in Deutschland einfach Bus fahren kann und wir essen gehen können, wann wir wollen oder auch wenn ich mal neue Schuhe brauche, dass wir die einfach kaufen können – das ist doch schon ein großer Luxus, den man zwar für selbstverständlich hält, aber mal nachdenken sollte. Das hat mir echt gezeigt, dass nicht jeder so lebt wie ich in Schlutup lebe und dass ich dankbar sein kann, das mein Kühlschrank voll ist und wir Weihnachten feiern können. Und ich muss dafür nicht mal arbeiten. Man braucht nicht immer viele Dinge, um glücklich zu sein.

Zurück zum Footballspiel in Chicago: wir saßen in der 8. Reihe. Das waren so coole Plätze und es war tatsächlich nah. Auch wenn ich dann meinen Zug auf dem Rückweg verpasst habe und ich erst um 23 Uhr zuhause war, war es trotzdem eine tolle Erfahrung. Bald ist ja auch Weihnachten und ich muss sagen, hier gibt es so viele Traditionen nicht und das ist ganz komisch für mich. Und wirklich alle in Amerika fragen mich, ob ich Krampus kenne, weil das ja so deutsch ist. Noch nie davon gehört vorher. Aber gut. Wir haben hier keinen Adventskalender, keinen Kranz, kein Nikolaus, kein Heiligabend, dafür haben ganz viele Häuser Deko. Und der Tannenbaum (natürlich Plastik und keine echten Kerzen, das wäre ja viel zu gefährlich!) steht schon seit Ende November. Ende November war aber auch erstmal Thanksgiving. Wir sind zu Alisons Cousine gegangen und haben da gegessen. Jeder sollte was machen und Alison und ich haben deutsche Klopse gemacht mit Bratkartoffeln. Das war sogar besser als ich gedacht hätte ;-) Alisons Verwandte sind alle sehr nett und so war das ein schöner Tag. Am nächsten Tag gab es Black Friday, der Tag, auf den ich mich hier am meisten gefreut habe. Der lief aber relativ unspektakulär ab. Ich hab mir ein bisschen was gekauft und es waren viele Leute da. Wo wir bei vielen Leuten sind: letzte Woche hat mir jemand meine Karte geklaut und ist shoppen gegangen. Für 1000 Dollar in 19 Minuten, dann hatte Mama die Karte gesperrt. Die Polizei hat es null interessiert, die meinten nur: “Da kann man nichts machen.“ Und sie kümmern sich morgen darum und rufen mich dann an (nein, ich musste anrufen). Das ist echt nicht toll gelaufen. Und ich wollte grad eine Winterjacke kaufen. Ich lief immer noch in meiner Lederjacke rum. Bei -18° C. Vor allem waren es erwachsene Frauen, die mir die Karte geklaut haben, was ziemlich erbärmlich ist, denn wie nötig muss man es haben, wenn man von so einem jungen Mädchen als Erwachsener was klaut? Aber gut. Unterdessen habe ich eine Winterjacke, also macht Euch keine Sorgen. Zum Glück kann man hier alles im Internet bestellen und mit Mamas Karte bezahlen.

Viele Grüße und eine schöne Weihnachtszeit,
 Eure Hanna

Hanna, Austauschschülerin in den USA

Die beste Entscheidung!

In die USA zu gehen, war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Ich lebte in einer freundlichen Kleinstadt in Ost-Kentucky bei einer wundervollen Familie, die mich schnell als eine der ihren akzeptierte. Ich habe viele spannende Dinge erlebt, von denen ich zuvor nur träumen konnte, und ich habe Freunde fürs Leben gewonnen. Also trau dich einfach. Erlebe das Abenteuer deines Lebens!

Karin, Austauschschülerin in den USA

Frankreich ist toll!

Mein Aufenthalt in Reims, Frankreich war viel besser als erwartet. Reims liegt in der Region “Champagne-Ardenne” - eine sehr schöne Region mit dem besten Champagner!

Ich ging auf ein privates Lycee welches auch ein Internat war wo der Großteil der Kinder aus Paris kamen. Das besondere an meiner Schule waren die sogenannten “Equipes” (=Teams). Es gab 27. Ich ging in die 14 – Sport für Mädchen. Es gab dort alle möglichen Sachen wie zB. Kunst, Kochen, Fotografie, Plastikkunst etc. Man bewirbt sich für ein drei Equipes und wird dann je nach dem wo man am besten hinpasst reingetan. Da hatte man 3 Stunden in der Woche wo man mit dem Equipe die Aktivität ausgeführt hat. Bei mir waren es Montags 3h Sport.

Schulisch gesehen nehmen die Franzosen alles viel ernster. Deren Eltern haben mehr Zugriff auf die schulischen Aktivitäten der Kinder. Man hat dort eine sehr distanzierte Beziehung mit den Lehrern. Der Unterricht ist relativ streng – man darf im Unterricht oft nicht einmal Wasser trinken. Vom Unterricht her sind Fremdsprachen die größte Schwäche bei denen.

Ich hatte sehr viel Glück mit meiner Gastfamilie da sie gerne gereist ist also habe ich sehr viel von Frankreich kennengelernt. Die französische Küche ist sehr schmackhaft und sie geben wirklich sehr gerne Käse in fast alles rein. Bei den Desserts habe ich natürlich immer gerne zugeschlagen.

Ich kann wirklich nur empfehlen die Zeit zu genießen weil sie schneller vergeht als man denkt.

Elisa, Austauschschülerin in Frankreich

Schule in Neuseeland? Total anders!

In Deutschland geht man zur Schule, um zur Schule zu gehen. Hier in Neuseeland wird man viel mehr motiviert und kommt gern und freiwillig für Musik und Sport nachmittags in die Schule.

Helena, Austauschschülerin in Neuseeland

Amerika? Ja, das war ein fantastisches Jahr für mich!

Ich hatte so viele schöne Erlebnisse und habe so viel fürs Leben gelernt! Ob ich ein Austauschjahr noch einmal machen würde? JA!!! Diese Erfahrung kann mir keiner nehmen! Es war anders, aber noch schöner als mein Traum!

Yasemin, Austauschschülerin in den USA

Mein Jahr in Kanada!

In diesem Jahr habe ich eine zweite Familie dazu gewonnen und habe viele kanadische Freunde gefunden, mit denen ich Kanada genossen habe.

Sarah, Austauschschülerin in Kanada

Meine beste Entscheidung!

Weltoffener, selbständiger, nicht mehr so schüchtern und vor allem selbstbewusster bin ich geworden. Für ein Jahr alles Bekannte zurückzulassen und nach "Kiwi" -Land zu kommen, war meine bisher beste Entscheidung

Nele, Austauschschülerin in Neuseeland

Das größte Abenteuer meines Lebens!

Es fühlt sich einfach gut an. Stell dir vor, du beginnst dein Leben an einem neuen Ort ganz von vorn. Das ist schwierig, wenn man die Sprache nicht versteht. Aber wie jeder weiß, lernen wir aus unseren Fehlern. Wenn du auf der Suche nach dem Abenteuer deines Lebens bist, verbringe ein Austauschjahr in Spanien!

Johanna, Austauschschülerin in Spanien

Gastfamilie, Basketball, High School – A perfect match!

Ich hatte ein unglaublich tolles Jahr. Die Gastfamilie, die ich auch im vergangenen Sommer erneut besucht habe, ist während meiner Zeit zu meiner zweiten Familie geworden.

Toni, Austauschschüler in den USA

Eine einmalige Gelegenheit!

Während meines Jahres in Kanada habe ich viel gelernt und eine völlig andere Kultur kennengelernt. Wenn du zu Hause sitzt und überlegst, ob du gehen sollst, dann sag ich dir eins: Geh auf jeden Fall! Das ist eine einmalige Gelegenheit. Du wirst nie wieder die Chance bekommen, eine neue Kultur auf diese Weise zu erleben und kennenzulernen.

Elin Winberg, Austauschschülerin in Kanada

Mein Jahr in den USA!

"Der Anfang ist nicht immer leicht, aber meine Gastfamilie hat mich gleich super nett aufgenommen und gesagt:'Make yourself at home'! Auch in der Schule muss man ganz offen sein. Deinen Akzent lieben eh alle!"

Thomas, Austauschschüler in den USA

Super Jahr!

Hallo zukünftige Austauschschüler,
ich bin Luisa, 18 Jahre alt und war 2014/15 für 10 Monate in Kanada. Nun bin ich schon etwas mehr als 7 Monate zurück und vermisse dieses Land mit all seinen Dingen - die freundliche Art der Kanadier, diese wunderschöne Landschaft, das einfach und erholsame Schulsystem, meine Gastfamilie, die Trips zu anderen Städten und meine französische Gastschwester. Dieses Jahr war einfach nur schön. Ich habe sehr viel erlebt, viel Neues kennengelernt, mein Englisch verbessert und vor allem echt tolle Menschen kennengelernt – seien es Kanadier oder die vielen Austauschschüler. Es gab viele "special moments" für mich innerhalb dieser Monate – von Trips nach Vancouver und Seattle, ein Wochenende im Norden Kanadas in "Fort Saint John", die "Canadian Winter Games", wo ich als Freiwillige geholfen habe, "Dog sledding" mit meinen "Austauschfreunden" und natürlich nicht zu vergessen sind "Prom" und "Grad". Aber auch die kleinen Sachen sind nicht zu vergessen, denn diese haben das Jahr erst geprägt. Vom vielen backen und kochen mit meiner "Canadian Mom" und Schwester, gemütlich Netflix am Abend gucken, am Wochenende sich mit Freunden treffen, mit meiner Schwester in meinem Zimmer chillen und und und. Ich könnte noch viel mehr aufzählen, aber macht euch doch am besten ein eigenes Bild davon! Ich denke nicht, dass ihr es bereuen werdet. Jedoch ein kleiner Tipp meinerseits noch vorweg: macht euch nicht zu viele Erwartungen und denkt, dass es das "Jahr eures Lebens" wird oder wie man so schön sagt: "It's a life in a year" und dass es sooooo besonders wird, denn dadurch kann man nur enttäuscht werden. Ich ging mit keinerlei wirklichen Erwartungen dorthin und habe immer wieder zu mir selbst gesagt: "Das ist doch auch nur ein ganz normales Jahr – ich gehe dort zur Schule und wohne dort. Das ist es" und somit konnte ich auch nicht wirklich enttäuscht werden. Und klar, das Jahr wird immer etwasBesonderes sein und ich werde es auch nicht vergessen, aber viele haben einfach viel zu viele Vorstellungen. Und außerdem seid ihr auch für eurer Jahr verantwortlich – IHR müsst etwas daraus machen. Es wird nicht so kommen, dass alle Leute dort auf euch zu kommen und sagen: "Ja, jetzt sind wir Freunde. Jetzt unternehmen wir immer etwas zusammen." Nein, nein, nein. Das ist die ersten paar Tage so, da sie neugierig sind, wo ihr herkommt, aber das lässt schnell nach und dann müsst ihr anknüpfen, weil die Menschen dort haben ihr Freunde schon, ihr jedoch noch nicht also kommt ins Gespräch mit ihnen und verabredet euch für die Mittagspause. Und noch ein Tipp, in meiner Stadt waren seeeeehr viele Austauschschüler und somit auch auf der Schule. 
Versucht echt, nicht nur mit denen etwas zu machen, auch wenn ihr "dasselbe Schicksal teilt". Ich persönlich war später so glücklich, dass ich im ersten Halbjahr nur eine Klasse mit Austauschschülern hatte und somit mich an die Kanadier ranhängen musste. Das hat echt viel geholfen!

Aber nun zu der Frage, ob ich noch Kontakt habe mit Freunden. Mit meiner Gastfamilie definitiv schon. Ich habe eine WhatsApp-Gruppe mit meiner Mom und Schwester, wobei wir unserer Mom erstmal WhatsApp erklären mussten, da die das gar nicht kannten.....jaja, die sind dort noch ein bisschen "old school" – mit SMS schreiben und so. Unser Gastpapa ist dort leider nicht drin, aber unser Gastmama wird ihn schon auf dem Laufenden halten. Dort schreiben wir schon regelmäßig rein – immer, wenn es halt irgendwelche Neuigkeiten gibt. Und zu kanadischen Freunden? Nun ja, das ist schon etwas schwieriger, also nicht sehr oft und nicht mit vielen. Es ist halt ziemlich schwer, mit so vielen Leuten Kontakt zu halten und die meiste Zeit ist es einfach so, dass ich sie anschreiben muss, damit wir überhaupt mal schreiben, aber "that's life". Es lebt nun mal jeder irgendwie sein Leben und da verliert man sich auch aus den Augen und vergisst mal, zu schreiben, was keinen falls bedeutet, dass ich diese Menschen nicht liebgewonnen habe oder nicht wiedersehen will. Ich würde mich unglaublich freuen, sie alle wiederzusehen und hoffe echt, dass ich das nach dem Abi auch erfüllen kann. Ich habe nun noch 1,5 Jahre Zeit und hoffe, dass ich noch ein bisschen darauf sparen kann, danach nach Kanada zu fliegen, denn billig ist das nicht. Aber wen ich schon wieder gesehen habe, sogar im Sommer, 1 Monat nach der Heimkehr, war meine beste italienische Freundin, die ich dort kennengelernt habe. Sie kam mich für eine Woche hier besuchen und es war sooo schön. Wir hatten eine tolle Zeit! Und es ist auch gar nicht so lange her, dass ich sie, eine andere deutsche Freundin und meine französische Gastschwester gesehen habe. Wir haben uns alle in Paris bei ihr getroffen und ich war so froh sie wiederzusehen! Allgemein kann ich sagen, dass ich wohl mit den Austauschschülern eine engere Bindung habe, was keinen Falls schlecht ist. Wir wohnen näher an einander, können uns öfters sehen und ich habe internationale Kontakte in so viele Länder! Ich plane gerade auch, diesen Sommer nach Italien zu gehen – der Flug muss nur noch gebucht werden. Ach jaaaaa, manchmal wünsche ich mir dann doch, dass Kanada in Europa
wäre und ich die Menschen einfacher besuchen gehen könnte. Aber dann wäre es halt nicht Kanada....aber eins kann ich sagen: Kanada ist schon eine 2. Heimat für mich geworden und ich will zurück – und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Ich wünsche euch zukünftigen Austauschschülern eine tolle Zeit in eurem Land. Sammelt viele Erfahrungen, seid offen für Neues und genießt einfach nur das Jahr! Ganz viel Glück!

Luisa, Austauschschülerin in Kanada

Ein Jahr in Kanada!

Während all meine Freunde Anfang des Schuljahres in die Oberstufe gestartet sind, habe ich ein ganz anderes Abenteuer in Angriff genommen. Ich hatte mich für ein Auslandsjahr in Kanada entschieden. Bei einer super lieben Gastfamilie lebet, lies ich es mir ziemlich gut gehend.

Aber natürlich ging es nicht ganz ohne Schule, weswegen ich für 10 Monate die Duchtess Park Secondary School, in Prince George, British Columbia besuchte. Mein kanadischer Stundenplan sah dabei allerdings ein bisschen anders aus, als der Deutsche. Ich hatte zwei Semester mit je vier Fächern. Neben den eher typischen Fächern wie Englisch, Mathe, Gesellschaft und Sport belegte ich noch Kochen, Nähen, Töpfern und Filmkritik. Am Ende des Jahres durfte ich zum Prom, dem Abschlussball der 12 Klassen gehen und an der offiziellen Entlassungsfeier der 12 Klasse teilnehmen. Was für mich bedeutet, ich durfte, wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt, ganz elegant meine Cape hochwerfen und war somit fertig mit der kanadischen High School.

Wenn ich grade mal nicht mit einer schulischen Aktivität beschäftigt war, war ich auf der Schlittschuhbahn zu finden. Denn dank der Unterstützung meiner Gastfamilie spielte ich im Ringette-Team der Stadt. Für alle die, die mit der Sportart Ringette nichts anzufangen wissen, es ist ähnlich wie Ice-Hockey, nur anders. Generell prägten die Wintersportarten meine Zeit in Kanada stark. Das mag zum einen daran liegen das von Oktober bis April Schnee lag, und Temperaturen um die -30°C normal waren, es könnte aber auch daran liegen das meine Gastfamilie sehr Wintersportbegeistert war. Rodeln, Langlauf, Abfahrtski, Schneewanderungen oder Snowmobile fahren gehörten zur Tagesordnung. Und mit Campen, Wandern, Wasserski, Boot und Quad fahren wurde mir auch im Sommer nicht langweilig. Aber nicht nur die Aktivitäten an sich waren schon ziemlich cool, die Natur in der ich sie ausführte war der absolute Hammer. So habe ich Elche und Bären zu Auge bekommen.

Ich habe nicht nur den kanadischen Lifestyle kennengelernt, zu dem auch Feste wie Thanksgiving gehören, wo es schon aus Prinzip viel zu viel essen gibt, sonder auch eine zweite Heimat gefunden. Obwohl es nicht immer nur rossig aussah, habe ich eine wunderschöne Zeit in Kanada verbracht, die ich meinen zwei Familien zu verdanken habe.

Jetzt wo ich wieder in Deutschland bin, kenne ich nicht nur den Unterschied zwischen „are you kidding me?“ und „are you killing me?“, merkwürdiger Weise hat sich mein Kälteempfinden ein kleinwenig geändert und ist somit etwas anders als das meiner Freunde.

Ich persönlich bin schon gespannt welche Abenteuer mich bei meinem Besuch, diesem Sommer, in BC erwarten. Auf jeden Fall ist die Vorfreude riesig alle meine Freunde und meine Familie nach zwei Jahren endlich wieder zu sehen.

Julia, Austauschschülerin in Kanada

Das beste Jahr!

Lasst euch nicht von allen Berichten den Eindruck verleihen lassen euer Auslandsjahr wird wie High School Musical. Für mich hat es ehrlich gesagt nicht einwandfrei begonnen... Die ersten 2 Monate habe ich mich unwohl und gar nicht zu Hause gefühlt. Ich war 15 und meine Gastfamilie erschien mir zunächst sehr fremd und ich konnte mich mit den Gasteltern nicht identifizieren. Nach der ersten Woche war ich erstmal richtig baff.. Ich hab mich nur wiederholt gefragt: ,,Wie soll ich hier ein ganzes Jahr verbringen?!" Ich habe angefangen zur Schule zu gehen.. Ich war an einer öffentlichen Schule mit rund 300 Leuten im Jahrgang. Es war etwas chaotisch und obwohl alle wie gebürtige Amerikaner sehr zuvorkommend und freundlich sind, sind wirckliche Freundschaften umso schwerer zu erreichen. Nachdem jeder wusste das ich eine Auslandsschülerin bin, woher ich komme und wie lange mein Flug gedauert hat wurde ich so ziemlich unsichtbar. Ich bin eigentlich eine offene und selbstbewusste Person aber ich hab nicht erwartet, dass schwer sein würde Freunde zu finden. Ich habe angefangen an mir selbst zu arbeiten, wie ich auf Menschen zu komme. Es klingt jetzt etwas blöd aber ich habe wircklich gelernt Menschen zu lesen und auf allen und jeden zuzugehen. Im Endeffekt ist es eigentlich ganz einfach, man fängt mit Small Talk an und man weiss nie wohin das führt :)

Bei den Vorbereitungskursen wurde vielmals drauf hingewiesen, dass man sich bei sogennanten extracullar activities beteiligen soll und ich habe es nicht so ernst genommen als ich noch gemütlich in Deutschland saß. ABER es ist wircklich wircklich wichtig sich besonders am Anfang an verschiedenen Angeboten der Schule zu beteiligen!!! Ich spreche nicht nur aus eigener Erfahrung. An meiner Schule gabs mehrere Auslandsschüler und die die nichts gemacht haben wie Sport oder irgendwelche Clubs, hatten es 1000 Mal schwerer Freunde zu finden.

Ich habe angefangen beim Musical mitzuhelfen und ab da ging es für mich Bergauf! Ausserdem hab ich einen "TV Kurs" belegt! Das war genial! Jeden morgen haben wir in unserem Schul – Filmstudio, die Schulnachrichten gedreht, die dann die ganze Schule geguckt hat. Am Anfang habe ich mich nicht getraut zu moderieren, aber eines Tages hat mich der Lehrer aus Zufall gefragt ob ich jemanden ersetzten könnte... Das beste was mir hätte passieren können!!! Ich hab angefangen zu moderieren... Die ganze Schule wusste am selben Tag noch meinen Namen... Auf dem Flur haben mich Menschen angesprochen, die ich noch nie gesehen habe! Ich konnte einfach ich selbst sein und alles war okay. Ich hätte mir am Anfang nicht soviele Gedanken machen sollen was Menschen von mir halten. Nachdem ich dann permanent als Moderatorin "eingestellt" worden war, das Musikal angefangen habe zu machen und mich endlich mit meiner Familie abgefunden habe wurde es zum besten Jahr welches ich mir nie vorstellen hätte können!!! Im zweiten halben Jahr bin ich auch ein Mitglied unseres Schul- Tennis Teams geworden und es war der Wahnsinn. Es wurde wircklich wie in diesen Hollywood Teeny Filmen... Meine beste Freundin hat mich immer zu tennis practice gefahren und wir wurden wircklich eng.. Sie besucht mich diesen Sommer :) Unser Team war wie eine Familie und dieses Gefühl ist ziemlich besonders. Was ich jedem gerne sagen würde der ein Auslandsjahr macht ist: man darf NICHTS erwarten, einfach alles auf sich zukommen lassen. Falls es nicht gut sollte man was dagegen tun und auf keinen Fall aufgeben. Das wichtigste ist die Einstellung. Man muss wircklich sich auf das "schlimmste" gefasst machen und dann wird das Jahr unbeschreiblich! Dieses Jahr hat mich unendlich geprägt und mich wircklich erwachsen werden lassen. Ich habe so viel über mich selbst gelernt, was ich nie vermutet habe. Am Anfang dachte ich, dass ich mich nie mit meiner Gastfamilie verstehen würde, aber ich habe sie akzeptiert so wie sie sind und jetzt habe ich wircklich eine zweite Familie. Ganz im ernst, ich nenne sie sogar Mom und Dad... Meine "Gastschwester" ist wirklich eine Schwester für mich... Wir sind so eng, dass wie uns sogar auf Skype regelmässig streiten (nur aus Spass!).

Ich habe sie auch diesen Sommer besucht in Florida...Falls man die Möglichkeit hat so ein Jahr zu machen sollte man es wirklich nutzen.. Ausserhalb seiner eigenen Komfort Zone lernt man am meisten! Am Ende meines Jahres war ich auf einer Reise von Coast zu Coast (von LA nach NYC) und das war wow.. Aber ist dann eine andere Geschichte... :) Hauptsache immer positiv bleiben..

Ps: Ich war in der 10ten Klasse in den USA und ich habe danach nicht wiederholt und mache jetzt mein Abi (G8)

Ester, Austauschschülerin in den USA

Mein Auslandsjahr in Nebraska!

Hi, ich heiße Daniela Diehm, bin 17 Jahre alt und lebe für ein Jahr in den USA in Nebraska. Ich weiß, für alle, die diesen Bericht gerade lesen, durchleben eine sehr aufregende Phase. Ich bin durch all das auch gegangen. Und es ist nicht leicht aber ihr könnt euch auf echt tolle Erfahrungen bereit machen. Doch eines ist ganz wichtig, versucht euch so wenig wie möglich Erwartungen an dieses Jahr zu machen. Ich weis das hört sich blöd an aber glaubt mir, je weniger Erwartungen ihr an dieses Jahr habt, umso besser wird es. Auch wenn viele sagen "das war mein bestes Jahr, dass ist meine zweite Familie, meine zweite Heimat, ihr werdet fließend englisch können, ihr werdet so viel eigenständiger und ihr reift an all den Aufgaben die ihr bekommt", erwartet nicht zu viel, denn der Großteil hängt von euch ab! Seid offen für alles, was auch immer es sein mag. Ich möchte euch ein paar kleine Einblicke in mein Leben hier in den USA geben und hoffe das ich dem ein oder anderen ein paar Ängste oder vielleicht auch Fragen entnehmen kann.

Ich bekam als Staat Nebraska, das ist das "Herz" von Amerika den es ist direkt in der Mitte der Staaten. Meine Freunde scherzten ein bisschen darüber weil es hier sehr viele grüne Flächen und Farmen gibt und es jetzt nicht der coolste Staat von Amerika ist. Die meisten erhoffen sich vielleicht Florida oder California oder so etwas aber das wichtigste ist die Familie. Wenn ihr eine Famile bekommt, die sich auf euch freut und offen ist habt ihr alles was ihr braucht. Denn diese Familie ist eure für das ganze nächste Jahr. Ich lebe mit 6 Geschwistern und meinen Eltern in einem Haus. Ebenso habe ich eine andere Austauschschülerin Nathalie aus Italien bei mir im Haus und ich muss sagen, dass ich sehr dankbar bin, dass Nathalie mit mir in der Familie ist. Manchmal ticken die Leute einfach anders, man braucht eine Person bei der man sich über alles aufregen kann und die einen versteht wenn es einem Mal nicht so gut geht. Ich möchte niemanden beunruhigen der alleine in eine Familie kommt, ich kann nur von mir aus sprechen das Nathalie eine der besten Entscheidungen war die ich getroffen habe. Sie gibt mir Kraft wenn ich Heimweh habe, sie baut mich auf, sie versteht mich wenn ich sauer auf meine Geschwister oder Eltern bin, denn sie durchlebt das alles auch. Ich habe hier ebenso ein eigenes Zimmer in dem ich mich zurückziehen kann.

Die Schule ist für mich toll. Meine Lehrer sind sehr cool und die Klassen die ich gewählt habe machen mir auch sehr Spaß. Die Schule ist anders hier, ich habe zum Beispiel jeden Tag die selben Fächer, den pledge allegiance jeden Morgen vor der ersten Stunde, den wir daheim nicht haben, das gemeinsame Schulessen und vieles mehr. Was ich euch allen empfehlen kann ist macht auf jeden Fall einen Sport. Ich habe hier in den USA Volleyball gespielt und es war einfach der Wahnsinn! Ich hatte davor nur selten etwas mit Volleyball zu tuen, es war also alles neu für mich. Mein Team war sehr sehr gut, die zweit besten von ganz Nebraska (das ist ca. vergleichbar mit dem zweitbesten Team von Deutschland), also wie gesagt sehr gut. Da ich jeden Tag Training hatte wurde ich schnell besser und durfte auch an Turnieren spielen. Leider sind alle Sportarten nur drei Monate, dann ist die Saison zu Ende. Volleyball war für mich bisher eine der tollsten Erfahrungen hier. Dadurch, dass man sich jeden Tag zum Training sieht, lernt man die Leute wirklich persönlich kennen und findet schnell Anschluss. Auch die Atmosphäre bei den Spielen, Cheerleader, Familie und Freunde die dein Team anfeuern und die Schulband die für fantastische Stimmung sorgt sollte man einfach einmal erlebt haben. Wenn ihr die Chance dazu habt einen Schulsport zu machen, macht es.Für alle die am Wochende normalerweise mit Freunden ausgehen, vielleicht auch in eine Disco oder Bar, das wird es hier nicht geben. Hier fährt man durch die Gegend, macht Filmabende oder geht irgendwo hin zum Esssn. Gewöhnt euch daran, dass auch wenn ihr daheim 16 seid, hier ist das Alter noch sehr jung. Daheim hat man viel mehr Freiheiten und Rechte und man wird als kleiner Erwachsener angesehen. Hier ist das nicht so. Als ich meinen Freunden erzählt hab, das ich Alkohol ab 16 trinken darf sind diese total augetickt. Aber auch wenn ihr die Wochendenden anders verbringt, es sind einfach tolle Erfahrungen die ich so noch nie daheim gemacht habe. Da man hier ab 16 Auto fahren darf und die meisten ein Auto haben fährt man auch einfach mal durch die Gegend oder in die nächste Stadt was echt cool ist.

STS hier im Nebraska ist super. Jeden Monat ruft mein Koordinator an und frägt mich ob alles soweit gut ist, wie es mit der Familie und dem Sport läuft, was ich am Wochendende so unternehme und ob ich irgendwelche Anliegen habe. Ich persönlich bräuchte das nicht so, denn ich habe Nathalie und wenn ich ein Problem hätte, würde ich es ihr Sagen aber natürlich ist es immer gut zu wissen, dass wenn es Probleme in der Familie gibt, dass man jemanden hat der sich um dich kümmert. Auch gibt es ein paar Treffen, an denen man die Austauschschüler von ganz Nebraska von STS sieht. Ebenso bieten diese kleine Wochenend-Trips an.

Was ich euch zum Schluss noch sagen möchte, die Amis ticken anders, dass wird euch auf den Treffen auch erklärt. Hier diskutiert man nicht oft, wenn die Eltern sagen " because I said so" dann muss man das akzeptieren und Schluss. Ebenso sind die Kinder anders erzogen und Regeln, die für und normal sind gibt es hier nicht einmal. Das wichtigste, mit dem ich ebenso immer noch Schwierigkeiten habe ist das Handy wegzulegen. Natürlich darf man Kontakt nach Hause haben, aber versucht es nach und nach einzuschränken. Denn je mehr ihr am Handy seid umso weniger bekommt ihr von den Eindrücken mit. Es ist schwierig die Leute, die euch am meisten bedeuten zu hinterlassen, aber wenn ihr zu oft am Handy seid werdet ihr nie wirklich hier ankommen und euch auf all das hier einlassen.
Und für alle die Angst wegen dem Heimweh haben, ich hatte auch große Angst davor. Es wird passieren das ihr abends im Bett liegt und eure Famile und Freunde vermisst und das auch ein paar Tränen fließen. Wenn ihr Heimweh habt, geht mit Freunden raus und versucht euch abzulenken. Das hilft am Besten.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck von mir hier aus Nebraska geben. Wenn ihr Fragen habt könnt ihr mir gerne schreiben. Fragt gerne bei STS an.

Ich wünsche euch allen eine gute Vorbereitung auf das Jahr. Es wird super wenn ihr offen für neue Erfahrungen seid und nicht so viele Erwartungen habt. Lasst einfach alles auf euch zukommen. Und noch etwas, macht euch nicht zu viel Stress beim Packen, wenn ihr je etwas vergesst, es gibt hier alles, also kein Grund zur Panik.

Liebe Grüße aus Nebraska, Daniela

Daniela, Austauschschülerin in den USA

Es war wundervoll!

Ich heiße Anna und die erste Hälfte des Jahres 2014 verbrachte ich in Medford, Minnesota. Wenn ihr jetzt sagt „Minnesota, wo ist das denn bitte?!“ dann macht euch keine Sorgen, mir ging es genauso. Minnesota liegt ganz im Norden von Amerika, an der Grenze zu Kanada und es kann dort sehr kalt werden. Als ich am 2. Januar ankam, hatte ich die ersten paar Tage keine Schule, weil es zu kalt war und zu viel Schnee lag. Hitzefrei kannte ich von zuhause, aber schneefrei war eine vollkommen neue Erfahrung!

Ich hatte unglaublich viel Glück mit meiner Gastfamilie. Meine Gasteltern waren beide Ende sechzig und hatten vor mir schon zehn andere Austauschschüler gehabt, sie wussten also was Sache ist, und hatten schon Enkel und Urenkel! Ich wurde nach und nach der ganzen Familie vorgestellt und sie alle behandelten mich wie ein weiteres Familienmitglied. Das ist generell toll an Auslandsaufenthalten in den USA. Alle Menschen sind sehr nett und offen und behandeln dich unglaublich herzlich.

Ich war in einem kleinen Dorf in Minnesota und dementsprechend klein war auch meine Schule. In einem Gebäude befanden sich Kindergarden, Elementary, Junior High, und High School! Pro Jahrgang gab es etwa 50 Leute und ich war der einzige Austauschschüler. Was für viele erst einmal erschreckend klingen mag, war das Beste, was mir passieren konnte. Alle waren total aufgeregt mich kennenzulernen und halfen mir bei allem mit dem ich Probleme hatte. Ich durfte bei der gerade laufenden Musical-Produktion helfen, im Chor mitsingen, im Orchester Klarinette lernen, bei Track die 800 m laufen und durfte mir auch meine Fächer relativ frei aussuchen.

Mein Aufenthalt in Amerika war so schön, wie man ihn sich kaum vorstellen kann. Ich fand neue Freunde, war beim Prom auf einem Schiff, wir gewannen den Chorwettbewerb, ich war bei einem Orchesterwettbewerb dabei, ich spielte Eishockey (oder versuchte es), ich war in der größten Einkaufsmeile der Welt, im Freizeitpark, ich machte Urlaub im warmen Arizona… es hätte kaum besser sein können.

Was meinen Auslandsaufenthalt vielleicht von anderen unterscheidet, ist, dass ich mich in Amerika verliebte. Ich versuchte mich gegen die Gefühle zu wehren, weil mir klar war, dass ich gehen würde müssen, aber es klappte nicht. Was jedoch klappte, war meine Beziehung. Jetzt, fast zwei Jahre später, bin ich immer noch mit meinem Freund zusammen und könnte nicht glücklicher sein. Wie sagt man so schön? Amerika das Land der unendlichen Möglichkeiten!

Anna, Austauschschülerin in den USA