Julia hat ein Austauschjahr in Kanada gemacht

Während all meine Freunde Anfang des Schuljahres in die Oberstufe gestartet sind, habe ich ein ganz anderes Abenteuer in Angriff genommen. Ich hatte mich für ein Auslandsjahr in Kanada entschieden. Bei einer super lieben Gastfamilie lebet, lies ich es mir ziemlich gut gehend.

Aber natürlich ging es nicht ganz ohne Schule, weswegen ich für 10 Monate die Duchtess Park Secondary School, in Prince George, British Columbia besuchte. Mein kanadischer Stundenplan sah dabei allerdings ein bisschen anders aus, als der Deutsche. Ich hatte zwei Semester mit je vier Fächern. Neben den eher typischen Fächern wie Englisch, Mathe, Gesellschaft und Sport belegte ich noch Kochen, Nähen, Töpfern und Filmkritik. Am Ende des Jahres durfte ich zum Prom, dem Abschlussball der 12 Klassen gehen und an der offiziellen Entlassungsfeier der 12 Klasse teilnehmen. Was für mich bedeutet, ich durfte, wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt, ganz elegant meine Cape hochwerfen und war somit fertig mit der kanadischen High School.

Wenn ich grade mal nicht mit einer schulischen Aktivität beschäftigt war, war ich auf der Schlittschuhbahn zu finden. Denn dank der Unterstützung meiner Gastfamilie spielte ich im Ringette-Team der Stadt. Für alle die, die mit der Sportart Ringette nichts anzufangen wissen, es ist ähnlich wie Ice-Hockey, nur anders. Generell prägten die Wintersportarten meine Zeit in Kanada stark. Das mag zum einen daran liegen das von Oktober bis April Schnee lag, und Temperaturen um die -30°C normal waren, es könnte aber auch daran liegen das meine Gastfamilie sehr Wintersportbegeistert war. Rodeln, Langlauf, Abfahrtski, Schneewanderungen oder Snowmobile fahren gehörten zur Tagesordnung. Und mit Campen, Wandern, Wasserski, Boot und Quad fahren wurde mir auch im Sommer nicht langweilig. Aber nicht nur die Aktivitäten an sich waren schon ziemlich cool, die Natur in der ich sie ausführte war der absolute Hammer. So habe ich Elche und Bären zu Auge bekommen.

Ich habe nicht nur den kanadischen Lifestyle kennengelernt, zu dem auch Feste wie Thanksgiving gehören, wo es schon aus Prinzip viel zu viel essen gibt, sonder auch eine zweite Heimat gefunden. Obwohl es nicht immer nur rossig aussah, habe ich eine wunderschöne Zeit in Kanada verbracht, die ich meinen zwei Familien zu verdanken habe.

Jetzt wo ich wieder in Deutschland bin, kenne ich nicht nur den Unterschied zwischen „are you kidding me?“ und „are you killing me?“, merkwürdiger Weise hat sich mein Kälteempfinden ein kleinwenig geändert und ist somit etwas anders als das meiner Freunde.

Ich persönlich bin schon gespannt welche Abenteuer mich bei meinem Besuch, diesem Sommer, in BC erwarten. Auf jeden Fall ist die Vorfreude riesig alle meine Freunde und meine Familie nach zwei Jahren endlich wieder zu sehen.

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Lina war Gastschülerin in Großbritannien

Hey, Zukunftsaustauschüler! Ihr denkt wahrscheinlich gerade darüber nach oder habt euch schon dazu entschieden ein Auslandsjahr mit STS zu machen und steht vielleicht kurz vor der Reise. Als ich damals kurz vor dieser Erfahrung stand hatte ich viele Ängste und Zweifel, habe mir Gedanken gemacht und mich gewundert, ob ich diese Veränderung wohl wirklich brauchte, weil mein Leben ja schon schön war. Aber jetzt weiß ich, dass All diese Zweifel total unbegründet waren, denn mein Jahr in Großbritannien war die beste Entscheidung meines Lebens.

Das Jahr begann schon gleich mit einer aufregenden 4-tägigen Reise nach London, in welcher ich andere STS-Schüler kennengelernt habe, mit denen ich teils immer noch Kontakt habe und sie in ihrer Heimat besuchen möchte. London war der perfekte Start in mein Auslandsjahr, denn ich habe viel über mein Gastland gelernt. In meiner Gastfamilie habe ich mich willkommen gefühlt und als nach einer Woche meine Gastschwester aus Italien dazu kam auch nicht mehr so einsam. Der erste Monat war noch etwas schwierig, da ich mich an Brighton, meinen neuen Heimatort, an die Sprache und die Schule gewöhnen musste, aber als ich dann am 3.Oktober 2016 das erste mal einen richtigen Ausflug mit meinen Freunden gemacht habe, merkte ich, wie viel Glück ich habe, diese Erfahrungen machen zu dürfen und dass ich die Möglichkeit habe jetzt mit Personen aus England und auch anderen Ländern England zu erkunden.

Einige Monate später als sich sich die Ausflüge verdoppelt, meine Ausgaben für Essen verdreifacht (weil es so unglaublich gut schmeckt) und meine Lebensfreude vervierfacht haben stand dann auch schon fast das Ende des Jahres vor der Tür. Die Zeit ging viel zu schnell rum, die Menschen mit denen ich mich umgeben hatte waren mir viel zu wichtig geworden, als dass ich sie verlassen wollte und die Erfahrungen, die ich gemacht hatte, machen immer noch einen sehr großen Teil von mir aus. Als ich mich von meinem zweiten Leben in England verabschieden musste, war mir klar geworden, dass das Schlimmste an einem Auslandsjahr die Rückkehr in die Heimat ist und dass die Zweifel, die man am Anfang hat sehr schnell verschwinden, wenn man gemerkt hat, dass das Auslandsjahr eine wunderbare Möglichkeit ist andere Menschen, Kulturen und sich selbst besser kennen zu lernen. Nach diesem Jahr habe ich nicht nur viele Orte besucht, viele Menschen in mein Herz geschlossen, viel erlebt, gegessen und gesehen, sondern auch viel über mich und das Leben gelernt, was mir für immer hilfreich sein wird und was mir niemand nehmen kann. Deswegen empfehle ich jedem ein Auslandsjahr mit STS zu machen, denn diese Erfahrung wird euer Leben verändern und das auf jeden Fall im positiven Sinne! 🙂

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Anne war Austauschschülerin in Norwegen

Mein Jahr in Norwegen war super spannend und aufregend. Ich habe in Stavanger gewohnt, eine für Norwegen relativ große Stadt. Meine Gastfamilie war super nett und ich habe mich vieleicht nicht auf Anhieb, mit allen von meinen drei kleinen Schwestern verstanden, und nach einer Weile waren sie mir genauso wichtig, wie meine richtigen Geschwister. Mein Gastvater liebt die Natur genauso wie ich und Norwegen ist das perfekte Land zum wandern.

In der Schule waren die anderen Schüler am Anfang ziemlich schüchtern mir gegenüber, weil sie ungern Englisch gesprochen haben. Aber nach ein paar Monaten konnte ich auch schon gut genug Norwegisch, um mich mit ihnen in ihrer Sprache zu unterhalten. Für Austauschschüler in Norwegen würde ich es aber auch empfehlen sich mit anderen Austauschschülern anzufreunden, da diese meist offener sind als Norweger, welche am Anfang ein wenig verschlossen rüber kommen können. Norwegen war für mich genau das richtige Land und ich will am liebsten gleich wieder zu meiner Gastfamilie zurückfliegen, weil ich sie so sehr ins Herz geschlossen habe.

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Linda war Gastschülerin in den USA

Ich bin schon über 6 Monate in der USA und die Zeit geht unglaublich schnell vorbei. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen in 4 Monaten wieder nach Hause zu fliegen, da ich mich hier sehr wohl fühle. Es wurde mein zweites Zuhause, ich verstehe mich mit meiner Familie super und ich habe auch gute Freunde gefunden. Auf der anderen Seite freue ich mich schon meine Familie in den Armen zu nehmen und mit meinen Hund Lukas eine Runde Gassi zu gehen. Bis dahin habe ich noch 4 Monate Zeit, die ich auf jeden Fall genießen werde und versuche so viel wie möglich zu erleben.

Ich lebe auf einer kleinen Farm in Valley Center, eine Kleinstadt bei Wichita in Kansas. Wichita hat rund 390.000 Einwohner, dort kann man alles mögliche machen, schwimmen, klettern, Schlittschuh laufen oder Laser Tag spielen. Meine Gastfamilie besteht aus 4 Personen, meine Gasteltern und meine zwei jüngere Brüder. Außerdem leben eine gute Freundin von meiner Gastmutter und ihre zwei Brüder hier.

Ich besuche die „Valley Center High School“, wo ich ein Senior bin, welche die 12. Klasse in Deutschland entspricht. Eigentlich würde ich ein Junior sein bzw. in die 11. Klasse gehen, aber bei meiner Schule sind alle Austauschschüler Seniors, um die entsprechen Erfahrungen und die Graduation zu haben. Jeden Tag habe ich von 7:45-14:55 Schule, danach hatte ich im Herbst Tennis Training, jetzt Basketball und im Frühling werde ich versuchen im Fußballteam zu spielen. Zwischen 17:00 und 18:00 komme ich nach Hause, mache Hausaufgaben, esse Abendbrot oder entspanne einfach nur. Jeden Freitag waren die Football Spiele, welches ich mich mit meinen Freunden besucht habe. Jetzt sind es die Basketball Spiele die ich mir anschaue, da ich der Assistent vom Mädchen Basketball Team bin. Meine Aufgaben sind Trikots raus zu legen, zu waschen und die Flaschen mit Wasser auf zu füllen.

Am Wochenende bin ich manchmal mit Freunden unterwegs oder verbringe meine Zeit mit meiner Familie. Ich spiele meisten mit den Geschwistern meiner Gastmutter, die ungefähr mein Alter sind, Brettspiele oder Nintendo Switch. Mit meinen Freunden war ich in Lindsborg, das ist das kleine „Schweden von Kansas“. Außerdem waren wir in Wichita Altstadt und bei der „Keeper of Plains“, eine moderne coole Brücke, wo wir viele Bilder gemacht haben. Nach Weihnachten war ich mit meinen Gastvater beim einen Football Spiel bei den Chiefs, welche in Kansas City spielen. Das verrückte ist, dass die Chiefs dieses Jahr den Super Bowl gewonnen haben, darüber haben wir uns sehr gefreut und können es irgendwie immer noch nicht glauben.

Jetzt kann ich schon sagen, das Auslandsjahr ist einer meiner besten Erfahrungen, die ich gemacht habe. Da ich viel über mich selbst gelernt habe, neue Interessen entdeckt habe und eine neue Heimat gefunden habe. Jedoch muss ich auch erwähnen, das nicht jeder Tag so großartig ist, manchmal sitze ich zu Hause, weine, habe Heimweh oder es ist einfach langweilig.

Auf jeden Fall ist es ein Abenteuer und eine Gefühlsachterbahn. Jeder Tag ist anderes und es gibt immer Höhen und Tiefen.

Also kann ich jeden ein Auslandsjahr empfehlen, da man oft an seine Grenzen kommt und sich überwinden muss.

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Ester war Gastschülerin in den USA

Lasst euch nicht von allen Berichten den Eindruck verleihen lassen euer Auslandsjahr wird wie High School Musical. Für mich hat es ehrlich gesagt nicht einwandfrei begonnen… Die ersten 2 Monate habe ich mich unwohl und gar nicht zu Hause gefühlt. Ich war 15 und meine Gastfamilie erschien mir zunächst sehr fremd und ich konnte mich mit den Gasteltern nicht identifizieren. Nach der ersten Woche war ich erstmal richtig baff.. Ich hab mich nur wiederholt gefragt: ,,Wie soll ich hier ein ganzes Jahr verbringen?!" Ich habe angefangen zur Schule zu gehen.. Ich war an einer öffentlichen Schule mit rund 300 Leuten im Jahrgang. Es war etwas chaotisch und obwohl alle wie gebürtige Amerikaner sehr zuvorkommend und freundlich sind, sind wirckliche Freundschaften umso schwerer zu erreichen. Nachdem jeder wusste das ich eine Auslandsschülerin bin, woher ich komme und wie lange mein Flug gedauert hat wurde ich so ziemlich unsichtbar. Ich bin eigentlich eine offene und selbstbewusste Person aber ich hab nicht erwartet, dass schwer sein würde Freunde zu finden. Ich habe angefangen an mir selbst zu arbeiten, wie ich auf Menschen zu komme. Es klingt jetzt etwas blöd aber ich habe wircklich gelernt Menschen zu lesen und auf allen und jeden zuzugehen. Im Endeffekt ist es eigentlich ganz einfach, man fängt mit Small Talk an und man weiss nie wohin das führt 🙂

Bei den Vorbereitungskursen wurde vielmals drauf hingewiesen, dass man sich bei sogennanten extracullar activities beteiligen soll und ich habe es nicht so ernst genommen als ich noch gemütlich in Deutschland saß. ABER es ist wircklich wircklich wichtig sich besonders am Anfang an verschiedenen Angeboten der Schule zu beteiligen!!! Ich spreche nicht nur aus eigener Erfahrung. An meiner Schule gabs mehrere Auslandsschüler und die die nichts gemacht haben wie Sport oder irgendwelche Clubs, hatten es 1000 Mal schwerer Freunde zu finden.

Ich habe angefangen beim Musical mitzuhelfen und ab da ging es für mich Bergauf! Ausserdem hab ich einen "TV Kurs" belegt! Das war genial! Jeden morgen haben wir in unserem Schul – Filmstudio, die Schulnachrichten gedreht, die dann die ganze Schule geguckt hat. Am Anfang habe ich mich nicht getraut zu moderieren, aber eines Tages hat mich der Lehrer aus Zufall gefragt ob ich jemanden ersetzten könnte… Das beste was mir hätte passieren können!!! Ich hab angefangen zu moderieren… Die ganze Schule wusste am selben Tag noch meinen Namen… Auf dem Flur haben mich Menschen angesprochen, die ich noch nie gesehen habe! Ich konnte einfach ich selbst sein und alles war okay. Ich hätte mir am Anfang nicht soviele Gedanken machen sollen was Menschen von mir halten. Nachdem ich dann permanent als Moderatorin "eingestellt" worden war, das Musikal angefangen habe zu machen und mich endlich mit meiner Familie abgefunden habe wurde es zum besten Jahr welches ich mir nie vorstellen hätte können!!! Im zweiten halben Jahr bin ich auch ein Mitglied unseres Schul- Tennis Teams geworden und es war der Wahnsinn. Es wurde wircklich wie in diesen Hollywood Teeny Filmen… Meine beste Freundin hat mich immer zu tennis practice gefahren und wir wurden wircklich eng.. Sie besucht mich diesen Sommer 🙂 Unser Team war wie eine Familie und dieses Gefühl ist ziemlich besonders. Was ich jedem gerne sagen würde der ein Auslandsjahr macht ist: man darf NICHTS erwarten, einfach alles auf sich zukommen lassen. Falls es nicht gut sollte man was dagegen tun und auf keinen Fall aufgeben. Das wichtigste ist die Einstellung. Man muss wircklich sich auf das "schlimmste" gefasst machen und dann wird das Jahr unbeschreiblich! Dieses Jahr hat mich unendlich geprägt und mich wircklich erwachsen werden lassen. Ich habe so viel über mich selbst gelernt, was ich nie vermutet habe. Am Anfang dachte ich, dass ich mich nie mit meiner Gastfamilie verstehen würde, aber ich habe sie akzeptiert so wie sie sind und jetzt habe ich wircklich eine zweite Familie. Ganz im ernst, ich nenne sie sogar Mom und Dad… Meine "Gastschwester" ist wirklich eine Schwester für mich… Wir sind so eng, dass wie uns sogar auf Skype regelmässig streiten (nur aus Spass!).

Ich habe sie auch diesen Sommer besucht in Florida…Falls man die Möglichkeit hat so ein Jahr zu machen sollte man es wirklich nutzen.. Ausserhalb seiner eigenen Komfort Zone lernt man am meisten! Am Ende meines Jahres war ich auf einer Reise von Coast zu Coast (von LA nach NYC) und das war wow.. Aber ist dann eine andere Geschichte… 🙂 Hauptsache immer positiv bleiben..

Ps: Ich war in der 10ten Klasse in den USA und ich habe danach nicht wiederholt und mache jetzt mein Abi (G8)

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Elisa war im Auslandsjahr in Frankreich

Mein Aufenthalt in Reims, Frankreich war viel besser als erwartet. Reims liegt in der Region “Champagne-Ardenne” – eine sehr schöne Region mit dem besten Champagner!

Ich ging auf ein privates Lycee welches auch ein Internat war wo der Großteil der Kinder aus Paris kamen. Das besondere an meiner Schule waren die sogenannten “Equipes” (=Teams). Es gab 27. Ich ging in die 14 – Sport für Mädchen. Es gab dort alle möglichen Sachen wie zB. Kunst, Kochen, Fotografie, Plastikkunst etc. Man bewirbt sich für ein drei Equipes und wird dann je nach dem wo man am besten hinpasst reingetan. Da hatte man 3 Stunden in der Woche wo man mit dem Equipe die Aktivität ausgeführt hat. Bei mir waren es Montags 3h Sport.

Schulisch gesehen nehmen die Franzosen alles viel ernster. Deren Eltern haben mehr Zugriff auf die schulischen Aktivitäten der Kinder. Man hat dort eine sehr distanzierte Beziehung mit den Lehrern. Der Unterricht ist relativ streng – man darf im Unterricht oft nicht einmal Wasser trinken. Vom Unterricht her sind Fremdsprachen die größte Schwäche bei denen.

Ich hatte sehr viel Glück mit meiner Gastfamilie da sie gerne gereist ist also habe ich sehr viel von Frankreich kennengelernt. Die französische Küche ist sehr schmackhaft und sie geben wirklich sehr gerne Käse in fast alles rein. Bei den Desserts habe ich natürlich immer gerne zugeschlagen.

Ich kann wirklich nur empfehlen die Zeit zu genießen weil sie schneller vergeht als man denkt.

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