Vera chose to study in France

Vera chose to study in France

Vera from Sweden is on exchange to France.

Bonjour! My name is Vera and I am currently in the middle of my exchange year in France and will be staying here for another 6 months. I wanted to go to France to learn French, to develop as a person and to experience something completely different from what I am used to! And now I thought I would share a little about how it has been so far 😊

My host family

So, I remember the first time I was going to meet my host family, which consists of a mother, a father and two brothers my age, at the train station. I was very nervous, but I immediately got a big hug from the mother and the brothers had a Swedish flag that they waved, haha. I wondered a lot about how my relationship with them would develop, as I couldn't speak the language at all, but now, after six months, we have surprisingly become quite close. They were very welcoming, and I have realised that there are more ways to express your personality than just through language. In the beginning, and sometimes still, it can feel a little strange or uncomfortable to live with a foreign family when you don't know how to adapt to their everyday life, which is very different from your own, but it gets better and better. I am now four months in and I regularly practise yoga with the mother, drink tea and chat with the parents every day, play volleyball and FIFA with the sons, and even travel to and from school with them.

Getting to know the rest of the family has also been fantastic, as I have been incredibly surrounded by French culture, French food and warm, friendly French people. It has been especially cool to get to know my grandparents; I have never been close to my own, but with these I feel like their real grandchild!

Friends

Making friends has been very up and down for me. Not speaking the language makes it difficult to connect with French people. One day, for example, I might come home from school with a smile on my face because I had such a good time with a friend, and the next day it might feel more difficult and lonely. And don't count on being able to speak English with them… English-speaking French people are quite rare. On the other hand, there are other exchange students at the school who I get on really well with, and it's always reassuring to be with them. They're going through the same thing as me, so we have lots of inside jokes about our experiences. Now during the holidays, I've also learned a lot of French, so it will be exciting to see how I can use my new language skills at school, both in class and with friends.

My free time

As I said, it takes some effort to build a life both in and outside of school, but it's also fun because the worst you can get is a no, and you have nothing to lose! Just yesterday, for example, I went to a French New Year's party with my girl friend where we met new friends, tomorrow I'm going to play basketball with friends from my boxing club, and the day after that I'm going to the trampoline park with a friend from school! During Christmas, I also went to Paris with my host family, which was magical. On the other hand, there will be several days and weekends where you have absolutely nothing to do, which can feel very lonely, but then it's important to take care of yourself and be kind to yourself, because it's normal to feel that way!

Tips

  1. My tip for anyone going on an exchange year would be: don't wait for an invitation to hangouts, take the initiative and invite yourself! It sounds so awkward, I know, but it works!
  2. Don't be afraid to make mistakes with the language, because it's better to make mistakes than not to say anything at all. And you learn so much.
  3. Document your experiences from time to time! It's always fun to look back at what you've photographed, filmed or written in your diary.
  4. Last but not least: trust the process! Things will only get better and better, even if it's hard to believe when you're homesick or going through a rough patch.

I want to end by saying that despite the difficulties and challenges, I have learned so much and I am very grateful for this experience and what I have gained from it. Now that I have learned the language better, can communicate better and know a lot more people, I am really looking forward to what the rest of this year in France has to offer!

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Emma war in Frankreich im Austausch

Emma war in Frankreich im Austausch

Emma aus Österreich hat ihren Austausch in Frankreich verbracht.

Meine Gastfamilie

Ich hatte das Glück mit einer supernetten Gastfamilie. Meine Gasteltern waren beide noch jung, in ihren 30ern und mein Gastbruder war 7 Jahre alt. Mit meinem Bruder habe ich mich super verstanden und wir haben wir miteinander gespielt. Ob Brettspiele, Fußball, gemeinsam malen oder lange Spaziergänge. Ich wurde extrem offen in ihre Familie aufgenommen und ich habe mich sehr schnell wie daheim gefühlt. Auch die Großfamilie hat mich nett aufgenommen und ich war bei zwei Familienfeiern dabei und habe auch einmal bei den Großeltern geschlafen. Mit meiner kleinen Cousine habe ich mich auch super verstanden und halte auch immer noch viel Kontakt aufrecht.

Schulalltag

Ich muss sagen am Anfang hatte ich Angst, weil ich dachte französischer Schulalltag ist ultra lang und streng aber es war das genaue Gegenteil. Mein Stundenplan war relativ kurz und die Lehrer haben Rücksicht auf mich genommen oder ich habe mich einfach mit eigenen Sachen beschäftigt. In der Schule hab ich die meisten meiner Freundinnen gehabt. Das gemeinsame Mittagessen in der Schulkantine hat mir immer Spaß gemacht, auch wenn es teilweise nicht unbedingt das Beste war. Die Stunden sind schnell vergangen und ich habe sogar einmal ein Referat gehalten. Ich musste zum Glück nur in wenigen Fächern Tests schreiben, weil ich ja nicht so lange geblieben bin.

Meine Freizeit

Nach der Schule war ich oft in der Stadt und habe mich zum Lesen in ein Café gesetzt oder bin durch die Geschäfte gebummelt. Ich habe mich auch oft mit Freundinnen verabredet oder etwas mit meiner Gastfamilie unternommen. Außerdem habe ich mich in einem Volleyballverein angemeldet. Das war die beste Entscheidung überhaupt. Dort hatte ich immer die beste Zeit überhaupt. Die Mädels waren super lieb und es hat immer voll Spaß gemacht. Ich kann jedem empfehlen sich während seines Austausches ein Hobby zu suchen.

Ausflüge

Meine Gastfamilie hat sehr viele Ausflüge mit mir gemacht und mir einige Teile der Normandie gezeigt. Wir waren zum Beispiel an meinem ersten Wochenende bei der Mont Saint Michel oder auf Étretat und vieles mehr. In den Herbstferien bin ich dann mit STS nach Paris gefahren und hab dort viele neue Freundinnen gefunden und lustige Ausflüge unternommen. Meine Gastfamilie ist dann auch zu mir nach Paris gekommen und wir haben die restliche Woche zusammen mit Sightseeing in Paris verbracht.

Mein Abschied

Nach den Herbstferien ging es für mich leider schonwieder zurück. Meinen vorletzten Abend, also Halloween habe ich mit Freundinnen bei einem entspannten Film und Spieleabend verbracht. Mein letzter Tag war mit der ganzen Großfamilie, um mich bei jedem verabschieden zu können. Nachdem alle gefahren waren, hatte ich noch einen witzigen und emotionalen Abend mit meiner Gastfamilie verbracht, bevor sie mich am nächsten Tag zum Flughafen gebracht haben.

Meine Erfahrung

Ich würde jedem der überlegt einen Austausch zu machen ans Herz legen es zu machen. Mein Austausch – auch wenn er nicht besonders lang war – hat mich enorm geprägt und ich habe mich sehr weiterentwickelt. Ich habe in meinen zwei Monaten in Frankreich so viele tolle Leute kennengelernt und bin in eine ganz neue Kultur reingeschlüpft, es ist fantastisch. Wenn ich könnte wünschte ich noch immer dort zu sein oder alles von neuem zu erleben.

Traut euch. Ihr dürft Angst haben, wichtig ist nur es trotzdem zu tun!

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Noelle, Austauschschülerin in Frankreich, machte einen Ausflug nach Montpellier

Noelle, Austauschschülerin in Frankreich, machte einen Ausflug nach Montpellier

Während meiner letzten Wochen als Austauschschülerin in Frankreich hatte ich die Gelegenheit, mit Schülern aus der ganzen Welt einen Ausflug nach Montpellier an der Côte d'Azur zu machen.

Tag 1

Wir kamen morgens in Montpellier an. Die warme Sonne des Südens strahlte auf uns herab, als wir aus dem Zug stiegen. Wir übernachteten in der malerischen Herberge Le Maje, die sich im Herzen der Stadt in einem beeindruckenden weißen Gebäude im Miniatur-Haussmann-Stil befindet. Nachdem wir unser Gepäck abgegeben hatten, holten wir uns in einer nahe gelegenen Boulangerie frische Sandwiches. Auf der Straße empfing uns der Geruch der traditionellen französischen Küche und lebhaftes Treiben. Wir hatten etwas Freizeit, um in den Geschäften zu stöbern, ein Sorbet zu genießen und die anderen Austauschschüler kennenzulernen. Wir waren 17 Schüler, also eine intime Gruppe, in der sich alle kennenlernen konnten.

Wir trafen uns auf dem Place de la Comédie im Herzen von Montpellier, wo wir uns in Vierer- oder Fünfergruppen aufteilten. Wir machten eine Rallye durch die Stadt, bei der wir uns mit Hinweisen und einer rätselhaften Karte orientieren mussten. Obwohl wir uns ein- oder zweimal verirrten, war die Rallye eine großartige Gelegenheit, durch die Stadt zu streifen und all ihre engen Gassen, versteckten Plätze und charmanten Cafés und Restaurants zu entdecken. Als das Zeitlimit für die Rallye abgelaufen war, machten wir uns auf den Weg zu einem gemütlichen Restaurant, in dem klassische französische Gerichte wie Tartiflette und Crème brûlée auf der Speisekarte standen.

Wir Schüler aus der ganzen Welt hatten tolle Gespräche über unsere verschiedenen Kulturen. Während unseres köstlichen Essens lernte ich etwas über den Haka-Tanz, der in Neuseeland bei jedem Schulturnier getanzt wird, über den ungarischen Kakashere Pörkölt (Eintopf mit Hühnerhoden), über den ägyptischen Aberglauben, dass verschütteter Kaffee ein Zeichen für zukünftigen Reichtum ist, und über die Schweizer Tradition, am Martinstag Geflügel mit einem Säbel zu enthaupten.

Zum Abschluss des Abends gingen wir in ein Quizlokal mit großen Anzeigetafeln und knallgelben Buzzern. Dort testeten wir unser Wissen über französische und internationale Musik, von den 1950er Jahren bis heute. Die Konkurrenz war groß, also machten wir vorher noch ein paar Fotos, während alle noch lachen konnten. Es war ein großer Spaß.

Nach diesem ereignisreichen Tag schliefen wir schnell ein und freuten uns auf die Abenteuer, die der nächste Tag bringen würde.

Tag 2

Nach einem sehr französischen Frühstück aus Croissants, Brioche-Brötchen mit Nutella und Orangensaft verließen wir unsere Herberge und liefen durch das laue Montpellier zum berühmten Musée Fabre. Dort erkundeten wir das L'Hôtel Cabrières – Sabatier d'Espeyran, ein Juwel der dekorativen Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts, das es dem Betrachter ermöglicht, in die Atmosphäre einzutauchen und den Lebensstil der Aristokraten dieser Epoche nachzuvollziehen, sowie die Werke berühmter europäischer Künstler wie Allori, Véronèse, Ribera, Bazille, Reynolds und Pierre Soulages.

Nach dem Museumsbesuch machten wir uns auf den Weg zum Peyrou-Park, überquerten den königlichen Platz und gingen an der imposanten Statue Ludwigs XIV. vorbei, um unter den Bäumen etwas Schatten zu finden. Wir setzten uns hin, aßen ein Baguette-Picknick und unterhielten uns. Eine mexikanische Studentin erzählte mir von ihrer Quinceañera, während eine Deutsche berichtete, wie das Oktoberfest in ihrer Stadt gefeiert wird. Ein Italiener verriet mir das Geheimrezept für die perfekte Pizza. Eine finnische Schülerin übte mit mir ihr Schwedisch, da sie sich Sorgen machte, dass sie vor dem nächsten Schuljahr alles vergessen hatte. Dann wurden die Gewinner der gestrigen Rallye bekannt gegeben und die verschiedenen Preise verteilt.

Am frühen Nachmittag machten wir uns mit Leihfahrrädern auf den Weg zum Strand. Die Fahrt war lang und flach, und wir waren alle unterschiedlich gut mit dem Fahrrad unterwegs, aber schließlich erreichten wir Palavas-Les-Flots. Wir badeten im Mittelmeer und genossen den späten Nachmittag im Sand.

Das Abendessen wurde in einem schönen Restaurant direkt am Strand serviert. Auch hier wurden wir mit allen kulinarischen Spezialitäten Frankreichs verwöhnt, wie Moules marinières und Brioche perdue. Da ein Schüler Geburtstag hatte, sangen wir alle ein Geburtstagsständchen in unseren Muttersprachen. Es war eine chaotische, aber fröhliche Melodie.

Wir verbrachten Stunden damit, uns zu unterhalten und verschiedene Gerichte zu genießen, bevor wir wieder an den Strand gingen, um den atemberaubenden Sonnenuntergang zu beobachten. Dies war ein großartiger Aufenthalt in der wunderschönen Stadt Montpellier.

Hier findest du die ganze Geschichte über Noelles Austausch in Frankreich

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Noelle war im Auslandsjahr in Frankreich

Noelle war im Auslandsjahr in Frankreich

Die schwedisch-kanadische Noelle berichtet als Gastbloggerin über ihre Erfahrungen in Frankreich.

#1 In Schweden, vor dem Abflug

Mein Abenteuer begann um 2 Uhr früh an einem kühlen Sommermorgen in Schweden. Als sich der Regionalzug langsam Arlanda näherte, war ich ganz aufgeregt. Wo würde ich landen und wie würden der Lebensstil und die Interessen der Familie aussehen? Auf einem Bauernhof auf dem Land in Frankreich zu leben, ist natürlich etwas ganz anderes als in einer Wohnung in der Pariser Innenstadt. Wie würde die Schule aussehen? In Frankreich geht man normalerweise sechs Tage in der Woche zur Schule. Fächer wie Philosophie und moralische Erziehung sind Pflichtfächer, und das alles auf Französisch. Das ist ein ziemlicher Unterschied zur Bestellung eines Croque Monsieur im Café. Würde ich da mithalten können?

All die Vorbereitungs-E-Mails von STS und die Mini-Reden meiner Mutter darüber, wie lebensverändernd ein Kulturaustausch sein würde, hatten mich plötzlich eingeholt. Der Sommer war wie ein Teppich unter meinen Füßen, der plötzlich weggefegt worden war. Ich würde nicht erst in einem Jahr, einem Monat oder einer Woche nach Frankreich gehen. Sondern jetzt.

Mein Leben war in einen Koffer gepackt, der etwas mehr als 23 kg wog. Ich hatte mich von allen verabschiedet, und nun stand ich am Gate und schlürfte etwas wehmütig an meinem letzten schwedischen Kaffee. Ich ging auf zwei andere schwedische STS Austauschschüler zu, die an den knallgelben Rucksäcken zu erkennen waren, die wir einige Monate zuvor bei einem Vorbereitungstreffen bekommen hatten. Wir unterhielten uns nervös. Wie wird es wohl sein? Würden unsere Sprachkenntnisse gut genug sein, um mit unseren Gastfamilien zu sprechen? Rauchen alle Franzosen eine Schachtel Zigaretten am Tag, tragen rote Baskenmützen und Schnurrbärte?

#2 Welcome Camp in Paris

Als wir auf französischem Boden landeten, versuchte ich, mir diesen fremden Ort als "Zuhause" vorzustellen. Es klang noch nicht richtig, aber vielleicht würde es das in ein paar Monaten. Dies war weder eine Reise noch ein längerer Urlaub – ich war hier, um ein neues Leben aufzubauen… auf Französisch.

Das Welcome Camp war wie eine weiche Landung. Ich lernte Schüler aus aller Welt kennen – von Japan bis Brasilien, von Mexiko bis Polen, von Bulgarien bis Singapur, von den USA bis Australien. Ich teilte mir das Zimmer mit einer netten Mexikanerin, die mir half, die Songs von Bad Bunny zu übersetzen und mich ihre exotischen Süßigkeiten probieren ließ, zuckrige Erdnussscheiben und lange, rote Röhren mit Ananasgelee, das mit Tamarinde und Chilipulver überzogen war.

Noelle war im Auslandsjahr in Frankreich

Drei Tage lang erkundeten wir Paris und tauchten ins französische Leben ein. Wir ernährten uns von Baguette und Croissants, bestaunten den Eiffelturm, sahen die Mona Lisa (oder La Joconde, wie die Einheimischen sagen) in der herrlichen Glaspyramide des Louvre, entdeckten die Wachsfiguren im Grevin-Museum und verirrten uns unweigerlich in der Metro. Wir streiften durch das wunderschöne Montmartre, hielten unsere Handtaschen vor Taschendieben in Sicherheit, während wir die weiße Basilika Sacré-Cœur auf ihrem Gipfel erklommen, bewunderten die lebhaften Märkte mit Straßenhändlern, die Souvenirs und Kunstwerke verkauften, schiefe alte Cafés und verschiedene andere Sehenswürdigkeiten.

Ich spazierte mit einer Gruppe von fünf anderen Austauschschülern. Wir waren den ganzen Tag gelaufen, und die letzte Wanderung auf den Hügel nach Montmartre in der Hitzewelle hatte uns geschafft, also suchten wir nach einem gemütlichen Plätzchen. Schließlich entdeckten wir ein hübsches Café mit einer blau-weiß gestreiften Markise und einem einladenden Außenbereich, der sich über die engen Kopfsteinpflasterstraßen erstreckte. Nachdem wir Platz genommen hatten und noch immer keine Bedienung gekommen war, stand eines der Mädchen auf, um am Eingang einige Speisekarten zu holen, wie es in ihrer Heimat üblich ist. Als sie zum Tisch zurückging, kreuzte ein zutiefst beleidigter Kellner ihren Weg, musterte sie abschätzig und drückte ihr dann sein Serviertablett und sein Geschirrtuch in die Arme, als wollte er sagen: "Du willst wohl meinen Job, was?". Er nahm das Tablett nicht zurück, so dass sie es unbeholfen auf einem Nachbartisch abstellte und sich entschuldigte. Der Kellner lachte nicht, sondern erklärte uns einige Minuten später (als sie nicht aufhörte, rot zu werden und sich zu entschuldigen), dass es sich um eine Blague (Scherz) handelte. Das war unsere Einführung in die berühmt-berüchtigte französische Ironie. Man sagt, dass das Verstehen von Humor eines der letzten Dinge ist, die mit dem Beherrschen einer neuen Sprache einhergehen, und ich muss sagen, dass ich den Witz zwar immer noch nicht begriffen habe, aber meine neuen Freunde und ich konnten schließlich darüber lachen.

An diesem Abend machten wir eine Dinner-Kreuzfahrt auf der Seine und genossen ein köstliches Drei-Gänge-Menü, während wir die Schönheit von Paris vom Wasser aus betrachteten. Wir sahen Verliebte, die sich küssten, Freunde, die bei einem Glas Wein ein Picknick machten, Kindergeburtstage, Salsa- und Hip-Hop-Tanzkurse, wunderschöne Architektur, berühmte Brücken und andere Orte, die ich aus Büchern oder Filmen kannte. Die romantische Aussicht von der Seine aus gipfelte in einem perfekten Blick auf den Eiffelturm, der sich gegen den Nachthimmel abhob und in die Farben der ukrainischen (und schwedischen) Flagge getaucht war. Von der Spitze des Bootes winkten wir den Passanten zu, während der Sommerwind durch unsere Haare wehte. Der unhöfliche Kellner war entschuldigt. Ein neues Kapitel hatte begonnen.

#3 Lernen, wie man sich küsst, oder "la bise"

Noelle war im Auslandsjahr in Frankreich

Diese Geschichte passierte mir ganz am Anfang meines Austausches: Fremde in Badehosen und Bikinis beugten sich vor, um mich zu küssen. Ich fühlte mich sehr unwohl. Es war eines der ersten Wochenenden bei meiner französischen Gastfamilie und wir waren auf einer Poolparty. La bise, die klassische französische Begrüßung, ist eine Wissenschaft für sich. In seiner Grundform stößt eine Person sanft die Wangen einer anderen Person an und macht dabei ein Kussgeräusch (im Grunde wie ein Luftkuss). Die genaue Vorgehensweise hängt jedoch von der Person und der Region ab, in der la bise ausgeführt wird. Manche machen das Kussgeräusch nicht. Manche küssen tatsächlich die Wangen der anderen Person. Manche tun es einmal, andere zweimal, wieder andere dreimal. In den meisten Teilen Frankreichs wird die rechte Wange zuerst geküsst, im Südosten dagegen die linke Wange. Dieses Wissen ist sehr wichtig, um zu vermeiden, dass der eine nach rechts und der andere nach links ausweicht, so dass es zu einem fast echten Kuss von Lippen zu Lippen kommt. Obwohl ich all dies gelernt habe, war ich völlig ratlos, als sich diese halbnackten Fremden näherten, um mich zu begrüßen, was mir viel zu intim erschien. Zum Glück waren wir gerade erst am Pool angekommen, und ich war noch vollständig bekleidet. Ich erröte bei dem bloßen Gedanken, dies in einem Bikini tun zu müssen.

#4 Meine neue Heimat in Frankreich

Als Austauschschülerin im Classic-Programm weiß man nie genau, wo man im Gastland landen wird. Ich wurde in Poissy untergebracht, einer ruhigen kleinen Stadt am Rand von Paris, in einem gemütlichen weißen Haus mit einem roten Tor und einem Garten mit Hühnern. Ich wohnte bei einer fürsorglichen Familie mit drei Kindern im Teenageralter, von denen zwei unter der Woche in ihren eigenen Wohnungen leben, aber am Wochenende nach Hause kommen. Außerdem gab es noch eine weitere Austauschschülerin, Alicia aus der deutschen Schweiz, bei der Familie. Wir teilten uns ein Zimmer, wurden gute Freundinnen und unterstützten uns gegenseitig, während wir uns beide an den französischen Lebensrhythmus gewöhnten.

Poissy war der ideale Ort: nur 30 Minuten mit dem Zug vom Pariser Zentrum entfernt, aber immer noch weit genug, um ruhig zu schlafen und – was für ein Luxus – mit eigenem Pferd für Ausritte in den Wald. An den Wochenenden fuhr ich so oft wie möglich mit Freunden nach Paris. Besonders denkwürdig war die Pariser Fashion Week Anfang Oktober. Meine Freundin und ich hatten zwar keine Eintrittskarten für eine Modenschau, aber überall sahen wir Menschen in ausgefallenen Outfits und Promis durch die Stadt spazieren.

#5 Meine Kulturschocks in Frankreich

Trotz meiner tollen Gastfamilie und Lage und vieler Warnungen haben mich verschiedene Kulturschocks überrascht. Ich musste mich an scheinbar unvernünftige Essenszeiten gewöhnen (z. B. Abendessen um 22 Uhr), an Schultage von 8 bis 18 Uhr, an kleine Autos mit Kupplung und an eine völlig neue Art, sich zu kleiden. Und das sind nur einige Beispiele. Meine Gastfamilie erinnert mich jedoch immer wieder daran, dass ein IKEA nicht allzu weit entfernt ist, falls ich einmal Heimweh bekommen sollte.

In Schweden nennen wir die Lehrer beim Vornamen, da sie als gleichwertig mit den Schülern angesehen werden. Hier in Frankreich nenne ich meine Lehrer Monsieur oder Madame, gefolgt vom Nachnamen. Das ist zwar für Nordamerikaner nichts Neues, aber was mich überrascht hat, ist, dass die Lehrer auch gegenüber den Schülern die höfliche Vous-Form verwenden und damit die Distanz zwischen Lehrer und Schüler betonen. Die meisten französischen Lehrer sind ziemlich streng, aber die freundlichen und hilfsbereiten Schüler an meiner Schule machten das wieder wett. Einmal musste ich im Philosophieunterricht einen sehr komplexen Text laut vorlesen und stolperte mit zweifelhafter Aussprache über den Text. Als ich endlich am Ende angekommen war, forderte mich der Lehrer auf, der Klasse den Text zu erklären. Als ich fertig gesprochen hatte, brach die Klasse in Applaus aus. Die Unterstützung meiner Mitschülerinnen und Mitschüler hat meine Laune wirklich gehoben.

Auch wenn es manchmal schwierig ist, würde ich jeden Teenager, der die Möglichkeit hat, ermutigen, an einem Schüleraustausch teilzunehmen. Für mich war es sehr ermutigend zu erleben, dass ich in einem neuen Land, an einer neuen Schule und in einer neuen Sprache mir in relativ kurzer Zeit ein gutes Leben aufbauen kann. Und wenn ich das kann, könnt ihr das auch!

#6 Französisch lernen und Neues ausprobieren

Mein Französisch hat rasante Fortschritte gemacht. Ich habe einige meiner Lieblings-Slangausdrücke von meinen Mitschülern übernommen und gelernt, mich mehr wie eine Einheimische in dieser fremden Sprache auszudrücken. Wie meine Gastfamilie scherzt, werde ich jedoch erst dann einen tadellosen französischen Akzent und eine einwandfreie Aussprache beherrschen, wenn ich gelernt habe, schimmeligen Käse zu essen – eine Abneigung, die ich noch nicht überwunden habe.

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Elisa war im Auslandsjahr in Frankreich

Mein Aufenthalt in Reims, Frankreich war viel besser als erwartet. Reims liegt in der Region “Champagne-Ardenne” – eine sehr schöne Region mit dem besten Champagner!

Ich ging auf ein privates Lycee welches auch ein Internat war wo der Großteil der Kinder aus Paris kamen. Das besondere an meiner Schule waren die sogenannten “Equipes” (=Teams). Es gab 27. Ich ging in die 14 – Sport für Mädchen. Es gab dort alle möglichen Sachen wie zB. Kunst, Kochen, Fotografie, Plastikkunst etc. Man bewirbt sich für ein drei Equipes und wird dann je nach dem wo man am besten hinpasst reingetan. Da hatte man 3 Stunden in der Woche wo man mit dem Equipe die Aktivität ausgeführt hat. Bei mir waren es Montags 3h Sport.

Schulisch gesehen nehmen die Franzosen alles viel ernster. Deren Eltern haben mehr Zugriff auf die schulischen Aktivitäten der Kinder. Man hat dort eine sehr distanzierte Beziehung mit den Lehrern. Der Unterricht ist relativ streng – man darf im Unterricht oft nicht einmal Wasser trinken. Vom Unterricht her sind Fremdsprachen die größte Schwäche bei denen.

Ich hatte sehr viel Glück mit meiner Gastfamilie da sie gerne gereist ist also habe ich sehr viel von Frankreich kennengelernt. Die französische Küche ist sehr schmackhaft und sie geben wirklich sehr gerne Käse in fast alles rein. Bei den Desserts habe ich natürlich immer gerne zugeschlagen.

Ich kann wirklich nur empfehlen die Zeit zu genießen weil sie schneller vergeht als man denkt.

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